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Tomorrowland zieht Bilanz nach dem ersten Wochenende: Trauer, Unglaube und Euphorie nah beieinander

Die Organisatoren von Tomorrowland blicken auf ein Wochenende voller Emotionen zurück. Das sagte Sprecherin Debby Wilmsen, nachdem der erste Teil des Festivals am Sonntag zu Ende gegangen ist. Vorigen Mittwoch war die Kulisse der Hauptbühne in Flammen aufgegangen. Im Rekordtempo stellten die Crew und ihre Lieferanten eine neue Hauptbühne auf, damit das Festival für rund 200.000 Besucher stattfinden konnte.

Belga Martina Luxen
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Noch keine 48 Stunden nach dem verheerenden Brand vor dem Beginn von Tomorrowland in Boom (Provinz Antwerpen) konnte der erste DJ sein Set am Freitagnachmittag um 16:00 Uhr auf der neuen Hauptbühne beginnen.

„Ein sehr besonderer Start“, sagte Sprecherin Debby Wilmsen: „So etwas haben wir noch nie erlebt.“ Und doch ist alles gut gegangen. „Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit dieser Ausgabe. Jetzt warten wir auf den Abstrom morgen.“

Bisher 3.500 Festivalbesucher medizinisch versorgt 

Erst dann wird ein vollständiges Bild der medizinischen Zwischenfälle unter den Besuchern vorliegen.

„Zwischen Donnerstagmorgen und Sonntagmorgen wurden 3.500 Menschen medizinisch versorgt. Das liegt im Rahmen der Zahlen vom Vorjahr. Es handelt sich vor allem um typische Festivalbeschwerden: verstauchte Knöchel, Allergien, Dehydrierung oder Sonnenstich.“

Bisher wurden 41 Besucher ins Krankenhaus gebracht – auch das entspricht den Zahlen des Vorjahres. Eine 35-jährige Frau aus Kanada ist am Sonntag verstorben. Sie wurde auf dem Festivalgelände ohnmächtig, vor Ort noch reanimiert, starb aber später im Krankenhaus. Es gibt Hinweise auf Drogenkonsum.

DJ stand auf der neuen Hauptbühne wieder mehr im Mittelpunkt

Ein häufig gehörter Kommentar von DJs, die in den letzten Tagen auf der neuen Mainstage auftraten: Es sei schön, so nah am Publikum zu stehen.

Die schlichte Bühne steht im starken Kontrast zu den sonst spektakulären, bombastischen Hauptbühnen von Tomorrowland.

„Ich kann mir vorstellen, dass die DJs es genossen haben, diese Energie und Liebe aus nächster Nähe zu spüren“, sagt Wilmsen lachend: „Normalerweise gibt es viel Spektakel mit Feuerwerk, Fontänen, Lichtshows usw. Diesmal war der DJ der Star. Ob wir das ins Design für nächstes Jahr mitnehmen? Das überlasse ich dem Kreativdirektor und seinem Team.“

Backstage-Änderungen und Versicherungsfragen

Die Organisation hat nun ein paar Tage Verschnaufpause, bevor das zweite Festivalwochenende beginnt. Backstage sind einige produktionstechnische Änderungen geplant, und die abgebrannte Bühne könnte weiter abgebaut werden. „Das müssen wir noch prüfen", teilte Debby Wilmsen mit. Die Mainstage bleibt jedoch, wie sie ist. „Je nach DJ kommen vielleicht noch einige Visuals oder Requisiten hinzu.“

Ein Kraftakt für die Versicherungen

Was die Brandursache betrifft, bleibt vieles unklar, so Wilmsen abschließend. Auch zum entstandenen Schaden kann sie noch nichts sagen.

„Das wird ein Kraftakt mit den Versicherungen und Lieferanten, um alles zu klären. Es war sehr viel Material im Einsatz, das jetzt nicht mehr existiert. Viele Menschen haben an dieser Bühne mitgearbeitet. Das wird Monate, wenn nicht Jahre dauern.“

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