Der föderale Ministerrat hat grünes Licht für die Zusammenlegung der sechs Brüsseler Polizeizonen gegeben. In der ersten Hälfte des Jahres 2027 soll die Fusion Realität werden. Die neue Zone wird über ein einheitliches Kommando verfügen, das auf einer übergreifenden Sicherheitsstrategie für die gesamte Region basiert. Diese Strategie wird gemeinsam mit den 19 Brüsseler Bürgermeistern festgelegt.
Grünes Licht: Ab 2027 bekommt Brüssel eine einheitliche Polizeizone
Die Forderung nach einer einheitlichen Polizeizone in Brüssel ist eine alte, insbesondere der flämischen Parteien. „Nach über 15 Jahren Diskussion ist es endlich soweit: Brüssel bekommt eine einzige Polizeizone. Das ist ein historischer Fortschritt für mehr Sicherheit und Vertrauen“, sagt Innenminister Bernard Quintin (frankophone Liberale, MR). „Diese Fusion bietet den Brüsseler Bürgern die Sicherheit, die sie verdienen, schafft für die Flamen einen sicheren Arbeitsplatz in der Hauptstadt und ermöglicht allen, Brüssel in Ruhe und Vertrauen zu genießen.“
Quintin zufolge werden Polizisten schneller und effizienter eingesetzt werden können und wird der Informationsaustausch reibungsloser verlaufen. „Mit der zentralen Steuerung der Einsatzteams wird es eine einheitliche Kommandostruktur geben: keine Zeitverluste mehr, sondern sofortiges Handeln, um die Bürger schneller und effizienter zu schützen.“
Das Polizeikollegium wird über die Personalverteilung entscheiden, und es wird Garantien geben, um eine ausgewogene Vertretung von großen und kleinen Gemeinden zu gewährleisten. Jede Gemeinde wird über Stadtteilpolizisten und zugängliche Polizeiwachen verfügen – ein Zugeständnis an die Brüsseler Bürgermeister, die befürchten, dass durch die Fusion die sogenannte „Nähepolizei“ gefährdet werden könnte.
Für die Verwirklichung der einheitlichen Zone ist ein Betrag von 55 Millionen Euro vorgesehen, der über einen Zeitraum von fünf Jahren verteilt wird. Ziel ist es, dass die Fusion in der ersten Hälfte des Jahres 2027 an den Start geht.
