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Lebensmittelagentur warnt vor Schädling: 2 tote Japanische Käfer in Kortrijk gefunden

Die belgische Lebensmittelagentur FAVV ruft zur Wachsamkeit auf, nachdem zwei tote Exemplare des Japanischen Käfers bei einem Unternehmen in Kortrijk (Provinz Westflandern) entdeckt worden sind. Diese invasive Art kann großen Schaden an Pflanzen anrichten.

Belga Martina Luxen
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Anfang Juli wurde das erste tote Exemplar des Japanischen Käfers in einem Lagerhaus eines Industrieunternehmens in Kortrijk gefunden. Bei einer darauffolgenden Inspektion wurde ein zweiter toter Käfer zwischen Metallteilen entdeckt, die kürzlich von einem Unternehmen aus einem befallenen Gebiet in Norditalien geliefert worden waren.

Obwohl es sich um tote Käfer handelt, nimmt das FAVV den Fund sehr ernst. Der Popillia japonica ist eine schädliche invasive Art, die auf der Liste prioritärer Quarantäneschädlinge der Europäischen Union steht. Das bedeutet, dass verpflichtende Maßnahmen zur Eindämmung ihrer Verbreitung ergriffen werden müssen.

„Das Unternehmen hat sehr gut gehandelt, indem es den Fund sofort gemeldet hat, denn wenn sich diese Art ausbreitet, besteht ein ernsthaftes Risiko für Landwirtschaft und Natur“, erklärt Liesbeth Van De Voorde vom Föderalen Amt für die Sicherheit der Lebensmittelkette (FAVV).

Was ist der Japanische Käfer?

In Europa ist der Japanische Käfer seit 2014 in Italien und seit 2017 in der Schweiz präsent. Auch auf den Azoren (Portugal) kommt er vor.

Ein ausgewachsenes Exemplar ist etwa 1 Zentimeter groß und erkennbar an seinem metallisch grünen Kopf und den kupferfarbenen Flügeldecken. Auffällig sind fünf weiße Haarbüschel an jeder Seite des Hinterleibs sowie zwei am Ende.

Der Käfer ist mit bloßem Auge gut sichtbar und kann gefahrlos mit der Hand gefangen werden.

Die Insekten ernähren sich von Blättern, Blüten und Früchten von über 400 Pflanzenarten, darunter Mais, Weintrauben, Erdbeeren, Rosen und verschiedene Laubbäume.

Oft wird der Japanische Käfer mit anderen in Belgien vorkommenden Käferarten verwechselt, wie dem Rosenkäfer oder dem Maikäfer.

Risiken und Verbreitung

Der Japanische Käfer stellt ein ernsthaftes Risiko für Landwirtschaft, Zierpflanzenbau und Natur dar. Die Insekten vermehren sich schnell und verursachen große Schäden in den Gebieten, in denen sie sich ansiedeln. In den USA, wo der Käfer seit 1916 vorkommt, verursacht er jährlich Schäden in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar.

Die Verbreitung erfolgt hauptsächlich durch menschlichen Transport – etwa über Fahrzeuge oder Güter wie Campingausrüstung und Gepäck aus befallenen Regionen. Die Larven können auch in Erde oder Blumenerde von Topfpflanzen vorkommen.

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