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Flandern und Nordrhein-Westfalen betrachten den Eisernen Rhein als wichtige Verteidigungsinvestition

Flandern und das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen betrachten die Reaktivierung der Eisenbahnverbindung Eiserner Rhein als wichtige Verteidigungsinvestition. Die Regierungen der beiden Bundesländer hatten sich vor einiger Zeit im Antwerpener Hafenhaus zu einer gemeinsamen Kabinettssitzung getroffen. Dabei wurde auch das Thema Eiserner Rhein erörtert. Doch Medien in NRW glauben, dass MP Wüst dieses Thema intern ausbremst. 

Andreas Kockartz
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Der Eiserne Rhein, oder 3RX, ist die historische Eisenbahnverbindung zwischen dem Hafen von Antwerpen und dem deutschen Ruhrgebiet über die Niederlande. Das Dossier zur Reaktivierung dieser Bahnlinie liegt seit vielen Jahren auf dem Reißbrett, unter anderem weil die Provinz Niederländisch-Limburg Hindernisse in den Weg legt. 

"Der Eiserne Rhein ist jetzt für die Verteidigung wichtiger denn je", sagte der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA): „Die 5 % des BIP, die die NATO von uns fordert, teilen sich in 3,5 % reine Verteidigungsausgaben und 1,5 %, die beispielsweise in die Infrastruktur fließen können, auf.

"Die 3RX-Verbindung kann dabei ein wichtiges Glied sein", so Diependaele: "Schließlich muss ein schneller Transport von West nach Ost möglich sein." Sowohl Flandern als auch Nordrhein-Westfalen sind von der Nützlichkeit überzeugt. Die Niederlande protestieren jedoch, weil die Strecke durch sensible Gebiete führen würde. "Aber hier müssen wir ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaft, Verteidigung und Sicherheit und dem Schutz der Umwelt finden", sagte Diependaele.

"Die Unruhen in der Welt nehmen zu", sagte Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen: "Deshalb müssen wir zusammenarbeiten. Nicht nur innerhalb Europas oder zwischen Ländern, sondern auch zwischen starken Industrieregionen."

Tritt NRW-MP Wüst auf die Bremse?

Der nordrheinwestfälische Landeschef betonte in Antwerpen, dass der dortige Hafen für die Industrie an Rhein und Ruhr wichtiger sei, als der Hamburger Hafen. Wüst will denn auch diesen Hafen besser mit dem Ruhrgebiet vernetzen und da kommt eben der Eiserne Rhein ins Spiel, auf den Flandern seit Jahren setzt.

In Flandern/Belgien ist die Begeisterung für den Eisernen Rhein größer als in den Nachbarländern Niederlande (Provinz Südlimburg) und Deutschland (NRW), so die Neue Ruhr Zeitung vor einigen Tagen. Die Niederländer legen viel mehr Wert auf ihre schnelle Güterzugstrecke „Betuwelijn“ zwischen Rotterdam und Oberhausen und am Niederrhein überwiegen Sorgen über Umwelt- und Lärmbelästigung entlang der Strecke.

Und hier bleibt Hendrik Wüst vorsichtig. Er sprach von einer „Triple-Win-Situation“. Demnach sollten alle drei beteiligten Länder etwas davon haben. „Ich bin hoffnungsvoll, dass dies gelingen wird“, zitiert die NRZ MP Wüst. Da in den Niederlanden erst wieder im Oktober gewählt wird, kann das aber noch lange dauern. Das Papier, auf dem Flanderns MP Diependaele und sein NRW-Amtskollege die „Vernetzung durch Straßen, Wasserwege, Pipelines, Energienetze und Eisenbahnen“ ausbauen wollen, ist wohl eher von „geduldiger Art.“ 

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