In Halle in Flämisch-Brabant am Brüsseler Rand sind 150 Kapellen, Giebelnischen, Kreuze und Mariengrotten inventarisiert worden. Das religiöse Erbe wurde in den vergangenen zwei Jahren von der Stadt und der Interkommunalen Denkmalpflegebehörde unter die Lupe genommen. "Es handelt sich um kleine Denkmäler, die oft im Straßenbild versteckt sind, aber einen großen Wert für das kollektive Gedächtnis der Stadt haben", heißt es dazu in Halle.
150 Kapellen, Kreuze und Mariengrotten in Halle inventarisiert: "Großer Wert für das kollektive Gedächtnis"
Freistehende Bauten, Giebelnischen, Kreuze und Mariengrotten: Die Vielfalt des religiösen Erbes in Halle ist groß. Sie sind über das gesamte Stadt- und Gemeindegebiet verstreut, "und jedes erzählt seine eigene Geschichte".
In den vergangenen zwei Jahren wurden diese kirchlichen Zeitzeugen genau unter die Lupe genommen. Mittlerweile sind rund 150 dieser religiösen Artefakte inventarisiert. Von der historischen Hannecart-Kapelle am Lenniksesteenweg bis zu bescheidenen Eckkapellen in Wohngebieten wurden sie alle untersucht und beschrieben.
Um diesen Teil des Kulturerbes besser sichtbar und erlebbar zu machen, wurden 55 Kapellen mit einem QR-Code versehen. Scannt man einen solchen Code, findet man weitere Informationen, historische Interpretationen und alte Fotos des jeweiligen Bauwerks.
Das Inventar verschaffte der Stadt nicht nur einen Überblick über ihr religiöses Erbe, "sondern auch eine Vision für die Zukunft.“ Jede Kapelle erhielt ein Dokument zu Reparatur- und Wartungsbedarf, der Dringlichkeit von Maßnahmen und einer Kostenschätzung.
"Mit diesem Projekt ist Halle eine von 47 flämischen Städten und Gemeinden, die aktiv zur Aktualisierung des Inventars des Kulturerbes beitragen", sagt Pieter Busselot, Beigeordneter für Kulturerbe (CD&V): "Es zeigt, wie lokale Regierungen nicht nur das Erbe schützen, sondern es auch für alle sichtbar und erlebbar machen."
