An diesem 11. Juli wird nicht nur in Flandern gefeiert, sondern auch die Flamen bzw. die Niederländischsprachigen in Brüssel. Hier gab es in den Kommentaren viele kritische Stimmen zur Tatsache, dass Brüssel nach über einem Jahr noch keine regionale Regierung hat und dass dies u.a. am Veto gegen die flämischen Nationaldemokraten N-VA liegt, die zur niederländischsprachigen Mehrheit für die Regierungsbildung gehört. Für Belgiens Premierminister Bart De Wever ist dies der erste Flämische Feiertag in dessen Amtszeit. Und die flämischen Ehrenabzeichen wurden ebenfalls verliehen.
11. Juli-Splitter: Flämische Ehrenabzeichen und der Streit um Brüssel
Nina Derwael und Willem Vermandere erhalten das Flämische Ehrenabzeichen
Die Namen der Personen, die in diesem Jahr ein Ehrenabzeichen der Flämischen Gemeinschaft erhalten, sind erst kurz vor der entsprechenden Zeremonie bekanntgegeben worden. Es handelt sich um die Turnerin Nina Derwael (Sint-Truiden), den flämischen Folkloremusiker und Liedermacher Willem Vermandere (Lauwe), um den Holocaust-Überlebenden Simon Gronowski (Ukkel), der unermüdlich an die Gräuel der Nazi-Zeit erinnert, um den CEO von Imec, eines der wichtigsten Wissenschaftszentren Flanderns in Löwen, Luc Van den Hove (Turnhout) und um den Künstler Koenraad Tinel (Gent).
Die flämischen Ehrenmedaillen werden seit 2015 am flämischen Feiertag verliehen. Sie zeichnen Menschen aus, „die dank ihrer Arbeit wichtig für das Image Flanderns sind“.
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Erster flämischer Feiertag für De Wever als Premierminister: "Reformen wichtig für Flandern"
Ein besonderes Fest am 11. Juli für Bart De Wever (N-VA) - sein erster flämischer Feiertag als belgischer Premierminister. "Und in diesem Jahr gibt es viel zu feiern, denn wir setzen auf föderaler Ebene Reformen um, für die Flandern seit Beginn dieses Jahrhunderts gestimmt hat, die aber nie gelungen sind", so der Premierminister gegenüber VRT NWS: "Obwohl einige der Arbeitsmarktreformen auch institutionell sind. Nicht nur Flandern, sondern auch Wallonien wird davon profitieren. Sogar noch mehr, aber das ist es, was wir jetzt brauchen. Außerdem werden wir bald den Senat schließen und wir bereiten eine institutionelle Reform vor, aber die Priorität ist jetzt der sozioökonomische Aufschwung."
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Der 11. Juli im Brüsseler Rathaus
Traditionsgemäß öffnete Brüssels Bürgermeister Philippe Close (PS) auch in diesem Jahr die Türen seines Rathauses. Hier wird der Flämische Festtag für und mit den Flamen in Brüssel gefeiert. Diesmal steht aber nicht Flandern im Mittelpunkt, sondern Brüssel.
Die Präsidentin des flämischen Parlaments, Freya Van den Bossche (Vooruit), wetterte in ihrer ersten Rede am 11. Juli im Rathaus gegen die Haltung der Brüsseler PS und ihrem Vorsitzenden Ahmed Laaouej. Mehr als ein Jahr nach den Wahlen gibt es immer noch keine Regierung in Brüssel, weil die regionale PS-Abteilung nicht mit der N-VA zusammenarbeiten will
Auch der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close ging in seiner Rede am 11. Juli auf den Stillstand ein. Er rief dazu auf, zusammenzuarbeiten und sprach damit sowohl die niederländischsprachigen als auch die französischsprachigen Politiker an.
Am Rande der Feierlichkeiten zum 11. Juli sagte der MR-Vorsitzende Georges-Louis Bouchez, es gebe Gespräche über eine Annäherung zwischen Liberalen und Sozialisten in der Hauptstadt. Die Region Brüssel ist seit mehr als einem Jahr regierungslos, auch, wegen den Unstimmigkeiten zwischen MR und PS. Laut Bouchez sei jedoch eine Lösung in Sicht und eine Einigung würde sehr bald erzielt werden.
