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Umwelt & Klima
Energie

Flanderns Regionalregierung startet Pilotprojekt mit Solarpaneelen an Ufern des Albertskanals

In Hasselt startet demnächst ein Pilotprojekt, bei dem Solarpaneele in die Ufer des Albertkanals integriert werden. Damit geht die flämische Regierung einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Infrastruktur. Fällt die Auswertung positiv aus, soll diese Technologie künftig bei Ufererneuerungen in ganz Flandern zum Einsatz kommen.

Jens Van Reet
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Die Installation der Solarpaneele an den Ufern stellt eine besondere Herausforderung dar: „Das ist technisch nicht einfach, denn die Paneele müssen robust sein und sicher in die Ufer integriert werden“, erklärt Liliane Stinissen von der Wasserstraßenverwaltung De Vlaamse Waterweg (DVW). „Wir wollten das Pilotprojekt mit einem Standort verknüpfen, an dem die Elemente ohnehin in Kürze erneuert werden müssen – das war in Hasselt der Fall“, so Stinissen weiter. „Zudem ist der Albertkanal ein idealer Standort, da die rechte Uferseite den ganzen Tag über Sonne abbekommt.“

Energiegewinnung durch Infrastruktur

Die Wasserstraßenverwaltung DVW betreibt ein Netz von Wasserwegen, das jährlich rund 20 Gigawattstunden Strom verbraucht – vergleichbar mit dem Stundenverbrauch von über 22 Millionen Haushalten. Gemeinsam mit der flämischen Innovationsagentur VLAIO soll dieser Energieverbrauch künftig zumindest teilweise durch eigene, nachhaltige Energieproduktion kompensiert werden – direkt über die Infrastruktur.

„Wenn das Pilotprojekt erfolgreich ist und wir ein Unternehmen finden, das bei der Entwicklung der Paneele mitwirkt, wollen wir die Technologie an allen geeigneten Kanälen einsetzen“, erklärt Stinissen. „Damit könnten wir entlang unserer gesamten Infrastruktur – Schleusen, Wehre und Gebäude – Strom erzeugen. So leisten wir einen Beitrag zu den Klimazielen der flämischen Regierung, die auf eine klimaneutrale Verwaltung hinarbeitet.“

Ab 2026

Die Testanlage in Hasselt soll 2026 in Betrieb genommen werden. Entscheidend wird sein, dass sie sich als sinnvoll und kosteneffizient erweist. Wie genau die Ergebnisse gemessen und bewertet werden, ist derzeit Thema in der Kommission für Mobilität und öffentliche Arbeiten des flämischen Parlaments.

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