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Gesundheit

Belgierinnen und Belgier rauchen weniger und bewegen sich mehr – aber verbringen viel Zeit vor Bildschirmen

Nicht weniger als sieben von zehn Belgierinnen und Belgiern über 15 Jahren verbringen täglich mindestens zwei Stunden vor dem Fernseher oder einem anderen Bildschirm. Das geht aus der nationalen Gesundheitsumfrage hervor, die das staatliche wissenschaftliche Gesundheitsamt Sciensano am Donnerstag veröffentlichte. Positiv ist hingegen: Die Bevölkerung bewegt sich mehr und raucht weniger.

Jens Van Reet Belga
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Der Anteil der Erwachsenen, die sich in ihrer Freizeit ausreichend bewegen – gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation –, ist auf 34,9 Prozent im Zeitraum 2023–2024 gestiegen (2018: 30,1 Prozent). Auch das Radfahren zum Arbeitsplatz nimmt zu: 33,6 Prozent nutzen mindestens einmal pro Woche das Fahrrad für den Arbeitsweg, gegenüber 29,3 Prozent im Jahr 2018.

Der Anteil der täglichen Raucherinnen und Raucher ist auf 12,8 Prozent gesunken (2018: 15,4 Prozent). Von ihnen gibt mehr als ein Drittel (36 Prozent) an, im kommenden Jahr mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Gleichzeitig ist die Nutzung von E-Zigaretten weiter gestiegen: 6 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren verwenden diese Geräte (2018: 4 Prozent) – vor allem bei Jugendlichen ist die Zunahme stark. 17 Prozent der Jugendlichen nutzen E-Zigaretten, 6 Prozent sogar täglich.

Auch der Anteil der belgischen Bürger, die täglich Alkohol konsumieren, ist zurückgegangen – auf 7,7 Prozent (2018: 9,7 Prozent). Dennoch ist der Gesamtkonsum von Alkohol in Belgien nicht in gleichem Maße gesunken. Der Rückgang wird durch gelegentliche Konsumenten abgeschwächt, die an den Tagen, an denen sie trinken, größere Mengen konsumieren. 9,9 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre berichten, im vergangenen Jahr alkoholbedingte Probleme gehabt zu haben – ein Anstieg gegenüber 7 Prozent im Jahr 2018.

Screening und Impfungen

64,5 Prozent der Belgier erfüllen die internationalen Empfehlungen zur Darmkrebsvorsorge. Bei Brust- und Gebärmutterhalskrebs liegt die Beteiligung noch unter dem Soll. Besonders auffällig: Menschen mit niedrigem Bildungsniveau lassen sich deutlich seltener untersuchen.

Auch beim Impfen gibt es Bewegung: Mehr Menschen aus Risikogruppen haben sich in der vergangenen Grippesaison impfen lassen – mit Ausnahme der Wallonie, wo die Quote gesunken ist. Der Impfschutz gegen das humane Papillomavirus (HPV) hat sich bei Mädchen und Frauen zwischen 10 und 44 Jahren auf 46 Prozent fast verdoppelt (2018: 26,4 Prozent). Seit 2019 wird das HPV-Vakzin auch Jungen angeboten – 14,1 Prozent von ihnen sind geimpft.

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