Veronique Claessens (Foto) ist zur flämischen Baumeisterin ernannt worden. Claessens ist damit die erste Frau, die dieses Amt bekleidet, wie die flämische Landesregierung unterstreicht.
Sie wird ihre Arbeit als flämische Baumeisterin am 1. Oktober 2025 aufnehmen. Damit tritt sie die Nachfolge von Erik Wieërs an, dem derzeitigen flämischen Baumeister. Claessens wird bis zum 30. September 2030 flämische Baumeisterin bleiben. Dieses Amt ist auf maximal 5 Jahre ausgelegt. Danach wird ein neuer Baumeister oder eine neue Baumeisterin ernannt.
Claessens ist derzeit Direktorin für Raumordnung bei der Stadt Genk in der flämischen Provinz Limburg. Diese Erfahrung möchte sie in ihrer künftigen Position nutzen: "Durch meine Erfahrung weiß ich sehr gut, was Kommunalverwaltungen brauchen und welchen Mehrwert ein flämischer Baumeister für diese Kommunalverwaltungen haben kann. Es juckt mich, diese Erfahrung bald auf flämischer Ebene anzuwenden."
Was ist die Aufgabe des flämischen Baumeisters?
Ein Baumeister hat die Aufgabe, die Qualität der Architektur und der räumlichen Umgebung in Flandern zu fördern. Zusammen mit ihrem Team wird Veronique Claessens unter anderem die Auswahlverfahren für Gebäude, öffentliche Räume und Infrastruktur leiten. Die „Regierungsbaumeisterin“ trägt auch zur Schaffung von Visionen und zur gesellschaftlichen Debatte über Themen wie Wohnen, Mobilität und nachhaltiges Bauen bei.
Um konkrete Ambitionen zu formulieren, sei es noch etwas früh, sagt sie. "Ich denke, ein Baumeister sollte vor allem inspirieren und Lösungen für die bekannten Herausforderungen im Bereich Wohnen und Klima finden. Um die inhaltlichen Schwerpunkte festzulegen, möchte ich mir mit meinem Team erst einmal Zeit nehmen."
