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Drogenhandel: Fahndungserfolge im Antwerpener Hafen im ersten Halbjahr - Brüssels Generalstaatsanwalt unter Polizeischutz

Die Schifffahrtspolizei im Antwerpener Hafen hat im ersten Halbjahr 2025 schon 168 Festnahmen im Bereich Drogenkriminalität durchführen können. Dies meldet die belgische Bundespolizei in einer Pressemitteilung. Überdies konnten im gleichen Zeitraum 16,7 Tonnen Kokain beschlagnahmt werden. Unterdessen musste der Brüsseler Generalstaatsanwalt nach Drohung aus Drogenmilieu unter Polizeischutz gestellt werden. 

Andreas Kockartz
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Noch nie seien in einem halben Jahr so viele Festnahmen erfolgreich durchgeführt worden, so die Bundespolizei. Dazu muss man aber wissen, dass die Schifffahrtspolizei in Belgien personell deutlich aufgestockt wurde. Interessant ist, dass rund die Hälfte all dieser im Drogenzusammenhang festgesetzten Personen die niederländische Staatsbürgerschaft tragen. Der Rest sind in erster Linie Belgier bzw. einige Albaner, Franzosen und Marokkaner. 37 der Festgenommenen sind übrigens Minderjährige.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2025 genau 105 neue Verfahren durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichtspolizei Antwerpen eröffnet, die sich in erster Linie mit dem „maritimen Drogenverkehr“ beschäftigen. Auch dies führte zu dieser hohen Zahl an Festnahmen und zu einer wieder sehr hohen Menge an beschlagnahmten Drogen.

16,7 Tonnen Kokain in 6 Monaten

In der ersten Jahreshälfte konnte der Zoll in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und der Polizei im Hafen von Antwerpen 16,7 Tonnen Kokain aus dem Verkehr ziehen. Das sind „nur“ 5 Tonnen weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Laut Polizei steigt zwar die Zahl der eröffneten gerichtlichen Dossiers in diesem Zusammenhang, doch die dabei beschlagnahmte Menge an Drogen geht zurück.

Zeitgleich liegt aber auch ein enormer Anstieg an Fällen von Drogenschmuggel bzw. der Menge beschlagnahmter Drogen (in erster Linie Kokain) in Südamerika vor und zwar bei Ladungen, die als Ziel den Antwerpener Hafen haben, so der Generaldirektor des belgischen Zolls, Kristian Vanderwaeren. 

Brüsseler Generalstaatsanwalt nach Drohung aus Drogenmilieu unter Polizeischutz

Der Brüsseler Prokurator des Königs, Generalstaatsanwalt Julien Moinil (Foto unten), ist unter Polizeischutz gestellt worden. Dies berichten unsere frankophonen Kollegen des RTBF. Der führende Jurist soll Drohungen aus dem Drogenmilieu erhalten haben. Laut RTBF wird Moinil mittlerweile von einer Polizeieskorte und von Leibwächtern begleitet. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft will sich dazu nicht äußern. Moinil ist erst seit rund sechs Monaten im Amt. 

Brüssels Generalstaatsanwalt Julien Moinil

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