Die belgische Polizei hat am Montagmorgen Reisebussen auf der Autobahn angehalten, um Identitätskontrollen durchzuführen. Viele Länder verstärken die Kontrollen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung an ihren Grenzen, z.B. Deutschland, die Niederlande und Polen. Belgien führt solche Kontrollen im Landesinneren durch und nicht direkt an den Grenzen.
"Kein Freifahrtschein für das organisierte Verbrechen" – Einreisekontrollen auch in Belgien
Einige Reisebusse aus Frankreich wurden in Mons in der wallonischen Provinz Hennegau, etwa 30 km von der französischen Grenze entfernt, angehalten. Die Kontrollen werden bei Bussen durchgeführt, die in das Land einreisen, aber auch bei Fahrzeugen, die Belgien verlassen.
Koen Ricour, der Direktor der belgischen Straßenpolize, sagte zu diesen Kontrtollen gegenüber VRT NWSi: „Zu dieser Jahreszeit gibt es ein hohes Aufkommen an Reisebussen. Unsere Beamten auf Motorrädern führen die Fahrzeuge von der Autobahn auf einen Autobahnparkplatz, wo allgemeine Kontrollen durchgeführt werden. Der Fahrer, die Passagiere, aber auch verstautes Gepäck werden kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Leute legal hier sind und dass auch keine Drogen ins Land gebracht werden.“
Solange es nicht regnet, werden die Fahrgäste angewiesen, das Fahrzeug zu verlassen, während die Kontrollen durchgeführt werden. Mehrere Passagiere begrüßten die Kontrollen. „Das ist eine gute Initiative“, so ein Passagier aus einem kontrollierten Bus gegenüber VRT NWS: „Das ist gut für die Sicherheit aller!“
Auch Kontrollen in Zügen
Am vergangenen Freitag wurden ähnliche Kontrollen in den Zügen am Brüsseler Südbahnhofs durchgeführt. Die zuständigen Minister sind zuversichtlich. Die belgische Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt (N-VA) gab dazu an: „Sechs Migranten ohne Papiere wurden am Bahnhof Brüssel-Süd/Midi aus den Zügen geholt. Vier haben die Aufforderung erhalten, Belgien zu verlassen und zwei wurden in ein geschlossenes Rückführungszentrum gebracht, um in ihr Herkunftsland oder in das Land, in dem sie aufenthaltsberechtigt sind, abgeschoben zu werden".
Belgiens Innenminister Bernard Quintin (MR) sagte dazu deutlich: „Dies ist auch eine politische Botschaft. Wir sagen unserer Bevölkerung, dass der belgische Staat alles tut, um die Sicherheit und die öffentliche Ordnung zu gewährleisten. Es ist auch eine Botschaft an die Kriminellen, die sagt, dass das organisierte Verbrechen in Belgien nicht mit einem Freifahrschein rechnen kann".
