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Deutschland will nun doch 1,5 Mio. € in den deutschen Soldatenfriedhof in Lommel investieren

Deutschland will nun doch 1,5 Mio. € in die Renovierung des deutschen Soldatenfriedhofs in Lommel in der Provinz Limburg investieren. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Deutschen das Erlebniszentrum mit seinem pädagogischen Betrieb aus finanziellen Gründen vor einiger Zeit geschlossen haben. Infolgedessen musste das gesamte Personal gehen, mit Ausnahme der Gärtner. Jetzt macht Deutschland wieder Geld frei, wenn auch weniger als ursprünglich vorgesehen und unter der Bedingung, dass die Provinz Limburg und die Stadt Lommel mitinvestieren.

Andreas Kockartz
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Vor einigen Monaten wurde klar, dass Deutschland nicht mehr in das Bildungsprogramm auf dem Soldatenfriedhof in Lommel investieren wollte. Über eine gemeinnützige Organisation gab es noch begrenzte Mittel, um das Bildungszentrum und die Jugendunterkunft eine Zeit lang aufrechtzuerhalten. Doch jetzt macht Deutschland doch Geld frei - zwar nicht für ein neues Erlebniszentrum, aber genug, um die touristischen und pädagogischen Aktivitäten weiterzuführen.

Die deutsche Kriegsgräberstätte befindet sich in der Lommeler Gemeinde Kattenbos. Mit einer Fläche von 16 Hektar ist er der größte westeuropäische Friedhof des Zweiten Weltkriegs. Mehr als 39.000 Soldaten, die im Dienste Deutschlands auf belgischem Boden gefallen sind, haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Immer noch deutsches Budget

In einem früheren deutschen Plan war von einem großen Erlebniszentrum die Rede. "Damals ging es um ein Budget von 3 Mio. €, aber dann gab es einen Haushaltsknick,“ sagt Lommels Stadtrat für Kulturerbe Dirk Vanderhoydonks (CD&V): "Von dem großen Erlebniszentrum ist keine Rede mehr. Der neue deutsche Plan basiert auf vier Aspekten: einem Museum, einem pädagogischen und touristischen Aspekt und einer Gastronomie." 

Und die Stadt Lommel ist bereit, dieses Projekt zu unterstützen und 150.000 € zu investieren. "Für die Stadt Lommel ist der Bildungs- und Tourismusaspekt wichtig", so Stadtrat Vanderhoydonks: "Wir hatten an eine Art Oosthoek-Geschichte gedacht. Und Gastfreundschaft ist auch wichtig." Die Stadt Lommel zieht es vor, mit Ehrenamtlichen zu arbeiten.

Deutschland bittet nicht nur die Stadt Lommel, sondern auch die Provinz Limburg darum, hier mit zu investieren. Eine offizielle Anfrage habe es aber noch nicht gegeben, ließ der limburgische Provinz-Abgeordnete Igor Philtjens (Open VLD) in der flämischen Regionalzeitung Het Belang van Limburg wissen. Nach Angaben der Stadt Lommel wird sich das Kabinett des für das Kulturerbe zuständigen flämischen Landesministers Ben Weyts (N-VA) diesbezüglich mit der Provinz in Verbindung setzen.

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