Zum Hauptinhalt springen

Tierschutzminister Weyts verbietet im Sommer Viehtransporte aus Flandern in Richtung der Maghreb-Länder

Der flämische Tierschutzminister Ben Weyts (N-VA) verbietet in diesem Sommer erstmals den Transport von lebenden Tieren auf der Straße aus Flandern in Länder außerhalb der Europäischen Union. Die Maßnahme gilt vor allem für Maghreb-Länder wie Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen sowie für die Türkei und den Libanon. 

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Jedes Jahr werden mehr als 4.000 lebende Rinder aus Flandern in diese Länder exportiert. Ausfuhren in Länder mit gemäßigtem Klima wie z.B. Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich sind weiterhin erlaubt.

In den Sommermonaten steigen die Temperaturen während der Reise und am Bestimmungsort oft auf über 30°C, was für die Tiere eine große Belastung darstellt, wie aus dem Kabinett des Ministers verlautet. Bisher genügte die Erklärung eines Tierarztes, dass das Wohnergehen der Tiere bei der Abreise gewährleistet sei, was in der Praxis jedoch kaum kontrolliert wurde.

Vorerst gilt die Maßnahme nur für Juli und August

Weyts hofft, dass das Verbot auch andere Länder dazu inspirieren wird, eine Sommerpause einzuführen. "Ich kenne nur wenige Menschen, die im Sommer mit einem Auto ohne Klimaanlage durch südliche Länder reisen wollen, aber Tiere mussten das bisher bei heißen Temperaturen aushalten", so der flämische Tierschutzminister.

Es ist unklar, wie das Verbot durchgesetzt werden soll. Im Jahr 2024 wurden in Flandern etwa 1.220.000 Rinder registriert. Jedes Jahr exportiert Flandern rund 140.000 Rinder in die ganze Welt - 90 % davon bleiben in der EU. Die Maßnahme von Weyts scheint also nur eine begrenzte Anzahl von Tieren zu betreffen.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5