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Inland
Politik

Sechzehn Personen in großem Drogenprozess in Brüssel verurteilt, darunter ein Polizeibeamter

Das Brüsseler Strafgericht hat in einem großen Fall von organisiertem Drogenhandel deutliche Urteile gefällt. Sechzehn Angeklagte wurden zu Haftstrafen zwischen 4 und 15 Jahren und Geldstrafen von bis zu 680.000 € verurteilt. Auch ein Polizeibeamter gehört zu den Verurteilten. Die Ermittler beschlagnahmten mehr als 20 Mio. € an kriminell erwirtschaften Geldern sowie ein Dutzend Fahrzeuge, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu meldet.

Andreas Kockartz
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Die kriminelle Organisation war in den Import, Export und Verkauf von Kokain und Cannabis verwickelt. Obwohl die meisten der in diesem Fall Verurteilten sofort ins Gefängnis überführt wurden, sind einige von ihnen noch auf freiem Fuß. Gegen sie liegen internationale Haftbefehle vor. Unter den Verurteilten befindet sich auch ein Polizeibeamter. Er wurde wegen Korruption zu 4 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt und darf in den nächsten 5 Jahren kein öffentliches Amt bekleiden.

Die Ermittlungen begannen in der Polizeizone Brüssel-West. „Die Ermittler nahmen mehrere Personen ins Visier, die eine Vergeltungsaktion als Reaktion auf eine Schießerei planten, die sich zuvor, wahrscheinlich im Rahmen einer Abrechnung im Drogenmilieu im Hotspot ‚Bonnevie‘ in Sint-Jans-Molenbeek, ereignet hatte“, so die Brüsseler Staatsanwaltschaft. Was als lokale Untersuchung begann, wuchs bald zu einem internationalen Dossier heran, unter anderem dank geknackter Nachrichten auf der verschlüsselten Kommunikations-Plattform Sky ECC.

Diese zeigten, dass das Netzwerk in großem Stil Drogen aus Südamerika - unter anderem aus Brasilien, Kolumbien und Ecuador - über den Hafen von Antwerpen importierte. Die Ladungen waren für den Brüsseler Markt, aber auch für Kunden in Frankreich bestimmt. Für den Transport wurden sogar Hubschrauber eingesetzt. Nach Ansicht der Brüsseler Staatsanwaltschaft ist das Urteil ein starkes Signal: "Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, kriminelle Netze zu zerschlagen und ihnen ihre illegalen Gewinne zu entziehen. Der Kampf gegen den Drogenhandel bleibt eine absolute Priorität."

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