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Lichtspiel in Brügge im Rahmen des flämischen Feiertags: „Der Belfried erzählt“

Eine Lichtshow auf dem Glockenturm, die die Geschichte der Stadt erzählt. Sie wird bis zum 11. Juli jeden Abend in Brügge zu sehen sein. Der Anlass ist der flämische Feiertag am 11. Juli. Die Inspiration stammt von der VRT-Sendung „Het Verhaal van Vlaanderen“ („Die Geschichte von Flandern“). Das Geld dazu kommt von der flämischen Landesregierung, von der Stadt Brügge und von privaten Partnern. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Belfried selbst erzählt die Geschichte Brügges und Flanderns, von den Anfängen im 13. Jahrhundert bis heute. Ein Stück flämischer Geschichte, das das „Brügger Festkomitee 11. Juli“ hervorheben möchte. Die Lichtshow lässt das 8 Jahrhunderte alte Denkmal über seine Entstehung und die Entwicklung der Stadt sowie über wichtige historische Ereignisse auch in Flandern erzählen.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

ANSEHEN

Neben der Heilig-Blut-Reliquie werden auch die „Brügger Frühmette“ („Brugse Metten“), die burgundische Zeit, das Gruuthuse-Manuskript, aber auch weniger erfreuliche Ereignisse wie die Pest und grausame Verfolgungen behandelt.

Untertitel über Smartphone

Het Belfort Vertelt läuft noch bis zum 11. Juli, mit zwei Vorstellungen pro Abend um 22:30 und 23:00 Uhr. Die Vorstellung ist auf Niederländisch, aber Besucher aus dem Ausland oder aus Wallonien können mit ihrem Smartphone Untertitel auf Niederländisch, Französisch, Englisch oder Deutsch anfordern.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die „Brügger Frühmette“ (Brugse Metten) war ein Massaker in den frühen Morgenstunden des 18. Mai 1302, das Aufständische in Brügge an der dortigen französischen Garnison verübten. Brügge hatte damals die exklusiven Rechte am Wollhandel mit England. Als der englische König Eduard I. damit begann, die Wolle unmittelbar an die Weber zu verkaufen, wandten sich die Bürger der Stadt an ihren Lehnsherrn, den französischen König Philipp den Schönen, damit dieser ihre Monopolstellung sichere.

König Philipp verlegte eine französische Garnison in die Stadt, Gouverneur wurde Jacques de Châtillon, der sich in der Folge durch Hilflosigkeit und Brutalität hervortat und dadurch die Einwohner der Stadt gegen sich und die französische Garnison aufbrachte. In den frühen Morgenstunden des 18. Mai 1302 drangen Aufständische unter Führung von Jan Breydel und Pieter de Coninck in die Häuser ein, in denen die Franzosen einquartiert waren und töteten alle, derer sie habhaft werden konnten. 

Nach dem Massaker wurden Breydel und de Coninck als Volkshelden gefeiert. Innerhalb weniger Tage schlossen sich die anderen flämischen Städte mit Ausnahme Gents dem Aufstand an. Die „Brügger Frühmette“ führte unmittelbar zur „Schlacht der Goldenen Sporen“ am 11. Juli 1302, bei der die Franzosen unterlagen. Diese Schlacht gilt als die Geburtsstunde Flanderns bzw. der flämischen Identität. 

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