Zum Hauptinhalt springen
Inland
Justiz

Erinnerung an Pelicot-Fall: Limburger in Haft nach jahrelangem Missbrauch seiner betäubten Ehefrau

Ein Mann in den Fünfzigern aus der belgischen Provinz Limburg sitzt in Untersuchungshaft, weil er über Jahre hinweg seine Ehefrau betäubt und sexuell missbraucht haben soll. Das berichtet Het Belang van Limburg und wurde gegenüber der Redaktion von VRT NWS bestätigt. Das Opfer wurde misstrauisch, weil sie morgens oft benommen aufwachte.

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Der Missbrauch soll sich über einen Zeitraum von zehn Jahren erstreckt haben, doch erst Ende letzten Jahres schöpfte die Frau Verdacht. Weil sie sich morgens regelmäßig benommen fühlte und sich nicht mehr an den Vorabend erinnern konnte, ließ sie ihr Blut untersuchen. Dabei wurden Spuren von Schlaf- und Beruhigungsmitteln gefunden – Medikamente, die auf den Namen ihres Mannes verschrieben worden waren. Später entdeckte sie auch verschiedene Gegenstände und Sexspielzeuge, die ihr zuvor unbekannt waren.

Fall erinnert an die französische Affäre Pelicot

Gisèle Pelicot, eine heute über 70-jährige Frau, wurde über fast zehn Jahre hinweg von ihrem damaligen Ehemann Dominique Pelicot systematisch missbraucht. Er betäubte sie regelmäßig mit Medikamenten und bot sie über das Internet fremden Männern zur Vergewaltigung an – ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung

Ermittlungen fast abgeschlossen

Auch in diesem Fall in Limburg soll der Mann Fotos und Videos des Missbrauchs gemacht haben, jedoch ohne sie zu verbreiten. Es gibt hier auch keine Hinweise darauf, dass Dritte beteiligt waren.

Der Mann befindet sich seit Anfang des Jahres in Untersuchungshaft, wie sein Anwalt Jan Keulen bestätigt. Weitere Kommentare lehnt er ab, da es sich um eine sensible Sexualstraftat handelt und das Paar minderjährige Kinder hat.

Die Ermittlungen befinden sich in der Endphase. Sobald die strafrechtlichen Untersuchungen abgeschlossen sind, kann die Ratskammer in Hasselt den Fall an das Strafgericht weiterleiten.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5