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Belgische Royals besichtigen in Chile die größte Lithiumraffinerie der Welt

König Philippe und Königin Mathilde besuchten am Donnerstag in Antofagasta im Norden Chiles die größte Lithiumraffinerie der Welt. Chile, wo das belgische Königspaar seit Montag einen Staatsbesuch absolviert, verfügt über rund 30 % der weltweiten Lithiumreserven.

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Lithium gilt als das Erdöl des 21. Jahrhunderts und ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Akkus für Elektrofahrzeuge und elektronische Geräte, aber auch für die Energiespeicherung. Achtzehn Prozent des weltweiten Lithiums befinden sich in Antofagasta. Das chilenische Unternehmen SQM (Foto) hat sich 1996 dort niedergelassen und ist die bei weitem größte Lithiumraffinerie der Welt, die etwa dreimal so groß ist wie die zweitgrößte. Rund 1.000 Menschen arbeiten dort und die Anlage läuft sieben Tage die Woche rund um die Uhr.

Der Besuch des Königspaares, aber auch der flämischen Hafenministerin Annick De Ridder, des Außenministers Maxime Prévot und des Brüsseler Ministerpräsidenten Rudi Vervoort sollte die Bedeutung des weißen Goldes und die Verbindungen zwischen SQM und Belgien unterstreichen. Der chilenische Riese hat nämlich Antwerpen als Standort für seine europäischen Vertriebsbüros gewählt, in denen 70 Personen beschäftigt sind. Der Hafen von Antwerpen ist sein Eingangsportal nach Europa.

In Antofagasta konnte die belgische Delegation unter anderem den Kontrollraum der Fabrik besichtigen, der mit von der belgischen Firma Barco hergestellten Bildschirmen ausgestattet ist, sowie den Prozess des Filterns, Waschens und Trocknens von Lithium. Um dieses Metall zu finden, bohrt SQM 50 Meter unter der Erde. Das entnommene Lithium wird dann in Wasser eingebracht. Bei diesem Prozess werden keine Chemikalien verwendet. Nachdem das Lithium gefiltert und gewaschen wurde, wird es anschließend getrocknet, um eine Art Pulver zu erhalten, das ein wenig wie Natriumbicarbonat aussieht.

Die chilenische Fabrik stellt zwei Arten von Lithium her: Lithiumcarbonat, das hauptsächlich nach Asien exportiert wird, und Lithiumhydroxid, das für Europa bestimmt ist. Dieses Produkt ist teurer, aber qualitativ hochwertiger, wie SQM betont.

Das belgische Königspaar konnten auch das modulare Lager von SQM besichtigen, das von der Firma Veldeman aus Limburg gebaut wurde. Das zeltähnliche Gebäude ist 60 Meter breit, 236 Meter lang und 6 Meter hoch und beherbergt 80.000 Tonnen Lithiumcarbonat. Es wurde in Bree in Limburg gebaut und kann extremen Witterungsbedingungen wie Windböen von bis zu 140 km/h standhalten. Die Baukosten werden auf rund 9 Millionen Euro geschätzt.

ANSEHEN
VRT NWS-Reportage zum Besuch des belgischen Königspaares in Antofagasta

Neues technisches Problem: Rückreise der Royals verschoben

Der König, die Königin und die gesamte Delegation sollten am Donnerstagnachmittag Chile verlassen und nach Belgien zurückkehren, aber ein technisches Problem mit dem Flugzeug hat diese Pläne durchkreuzt. Ein Reifen des Flugzeugs wurde beschädigt und musste repariert werden. Der Flug wurde mindestens bis zum heutigen Freitag verschoben.

Die gesamte Delegation verbrachte daher die Nacht im Hotel. Bereits der Start des Staatsbesuchs war durch ein technisches Problem am Flugzeug verspätet worden. Das Flugzeug war mit 24 Stunden Verspätung abgeflogen und hatte das offizielle Programm durcheinander gebracht.

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