Mehr als 450 Unternehmen mussten im vergangenen Jahr vorübergehend schließen, weil sie die Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit nicht eingehalten haben. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als 107.000 Betriebe wurden kontrolliert, wie aus den Zahlen der Föderalen Agentur für Lebensmittelsicherheit FAVV hervorgeht.
Sehr gute Resultate: Jahresbericht 2024 der belgischen Lebensmittelagentur FAVV
Eine vorübergehende Schließung erfolgt nur bei schwerwiegenden Verstößen, die eine unmittelbare Gefahr für den Verbraucher darstellen, z.B. wegen sehr schlechter Hygiene oder Ungeziefer in den Räumlichkeiten.
Hélène Bonte, die Sprecherin der FAVV, sieht solche Verstöße vor allem im Vertriebssektor oder in Catering und Gemeinschaftsverpflegung, in kleinen Märkten, in Bäckereien und in Metzgereien: „Wir sehen sehr oft Leute, die mit großer Leidenschaft ein Unternehmen gründen, die aber leider nicht immer an die richtige Kenntnis der Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit denken". 467 Unternehmen mussten letztes Jahr zeitweise geschlossen oder gesperrt werden.
Von allen überprüften Händlern, Geschäftsleuten oder Gastronomen aus diesem Sektor wurde bei mehr als einem Drittel ein Verstoß festgestellt. Dabei kann es sich auch um kleinere Verstöße handeln, so Bonte: „Probleme bei der Angabe der Allergene, keine Möglichkeiten zum ausreichenden Händewaschen, keine Seife vorhanden oder keine Papierhandtücher.“
Die Lebensmittelbehörde nimmt auch Proben von Lebensmitteln auf dem belgischen Lebensmittelmarkt, doch daraus ergab sich letztes Jahr ein guter Bericht: „Dabei haben wir gesehen, dass 98 % der 107.508 überprüften Märkte den Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit entsprechen.“ Dies ist eine Zahl, die auf eine hohe Lebensmittelsicherheit in unserem Land hinweist.

