„Das theokratische Regime im Iran darf niemals die Möglichkeit bekommen, Kernwaffen zu entwickeln“. Dies sagt Belgiens Außenminister Maxime Prévot (Les Engagées, Foto) zum Angriff der USA auf iranische Atomanlagen. Gegenüber VRT NWS ruft er die Konfliktparteien dazu auf, zurückhaltend zu bleiben und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Belgien ruft die Konfliktparteien im Nahen Osten zu Zurückhaltung auf
Aus dem belgischen Außenministerium verlautet, dass sich normalerweise etwa 100 Landleute im Iran aufhalten. Die Behörden würden versuchen, zu diesen Kontakt aufzunehmen, so Prévot: „Das ist bei einem Drittel der Betroffenen gelungen und etwa die Hälfte von ihnen hat das Land bereits verlassen.“ Den anderen werde auf Wunsch Unterstützung dabei gewährt, den Iran zu verlassen, so der frankophone Zentrumspolitiker.
Inzwischen wurde das Personal der belgischen Botschaft von Teheran aus in die etwa 500 km von dort entfernte Stadt Astara in der Nähe der Grenze zu Aserbeidschan verlegt. Von dort aus würden alle Landsleute in der Region betreut hieß es weiter dazu. Aus dem Außenamt in Brüssel verlautete dazu: „Die Sicherheit unserer Bürger und Mitarbeiter steht an erster Stelle.“
Flanderns MP Diependaele: „Ich weiß nicht, ob das die richtige Methode ist, um das iranische Regime loszuwerden“
Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, Foto unten) ist sich nicht sicher, ob die israelischen und amerikanischen Bombardements „die richtige Methode sind, um das iranische Regime loszuwerden.“
Gegenüber dem VRT-Sonntagsmagazin „De zevende dag“ („Der siebte Tag“) sagte Diependaele, dass dieser Konflikt „einen Impakt auf alles“ habe, „ auch auf unschuldige Bürger, die darin einbezogen werden, was natürlich niemand will.“ Zudem würden die internationalen Verhältnisse verschoben, was auch wirtschaftliche Folgen habe.
Der flämische MP unterstrich, dass niemand wolle, dass der Iran und sein Regime Kernwaffen entwickle, doch ob diese Angriffe der richtige Weg seien, könne er nur schwerlich einschätzen. Doch er ist der Ansicht, dass „Europa jetzt endlich eine Analyse machen muss, dass es wirklich notwendig ist, die eigene Sicherheit in die Hände zu nehmen.“
