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300 Menschen nehmen Abschied von Jidel (9), der bei Unfall mit Polizeiwagen starb

Rund 300 Menschen haben sich am Donnerstagvormittag in Antwerpen versammelt, um den neunjährigen Jidel, der nach einem Zusammenstoß mit einem Polizeifahrzeug am Mittwoch ums Leben kam, zu beerdigen.

Martina Luxen Belga
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Die Familie des Jungen gehört der orthodox-jüdischen Gemeinde an, in der es Brauch ist, Verstorbene möglichst schnell – idealerweise innerhalb von 24 Stunden – zu beerdigen.

Die Trauergemeinde versammelte sich in der Nähe des Unfallorts, unweit von Jidels Schule. „Als der Leichenwagen eintraf, war die Trauer deutlich spürbar. Niemand rechnet damit, ein so junges Kind zu verlieren“, sagte VRT-NWS-Journalistin Hilde Mertens. 

Nach dem Gebet fuhr der Leichenwagen weiter nach Putte, wo Jidel beigesetzt wird.

Jidel wurde am Mittwochmorgen gegen 9:45 Uhr in der Provinciestraat in Antwerpen von einem Polizeiwagen erfasst, der zu einem Notruf unterwegs war. Die Rettungskräfte versuchten, ihn wiederzubeleben, doch er starb noch am Unfallort.

Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit vom „Comité P“, der Aufsichtsbehörde für die belgische Polizei, untersucht. Der 25-jährige Fahrer des Polizeiwagens wurde auf Alkohol und Drogen getestet – beide Tests waren negativ. Die Staatsanwaltschaft hat einen Verkehrsexperten beauftragt.

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