Fast die Hälfte aller Einwohner von Belgien (49 %) geht davon aus, dass die gesetzliche Rente in den kommenden 10 Jahren geringer ausfallen wird. Damit hat der Pessimismus in Sachen Rente in Belgien deutlich zugenommen. 2023 gingen 32 % der Befragten von kleineren Pensionen aus, wie aus einer aktuellen Umfrage der CBC Banque ersichtlich ist, ein Tochterunternehmen der Allfinanzgruppe KBC.
Umfrage: Die Belgier sehen die Zukunft ihrer Renten eher pessimistisch
Die meisten Belgier sind sich der Herausforderungen und der Notwendigkeit von Reformen durchaus bewusst. 8 von 10 Befragten hat laut der Umfrage bereits vernommen, dass die aktuelle Bundesregierung eine Rentenreform durchführen wird. 39 % der Befragten empfinden dies als negativ, doch gleichzeitig hält rund ein Drittel der Landsleute eine solche Reform als notwendig - selbst dann, wenn sie sich für einen persönlich als nachteilig erweisen sollte.
Derzeit liegt das ideale Rentenalter in den Augen der Belgier noch immer deutlich niedriger als in der Realität. Die meisten der Befragten wollen im Durchschnitt mit 61,5 Jahren in Pension gehen.
Für die Flamen liegt dieses ideale Alter im Durchschnitt bei 62 Jahren und in der Wallonie sowie in Brüssel bei 60 Jahren. Das könnte nach Ansicht von Fachleuten daran liegen, dass der Beschäftigungsgrad im belgischen Bundesland Flandern bei älteren Arbeitnehmern etwas höher liegt, als in den anderen Regionen.
6 von 10 Befragten sind der Ansicht, dass sie bezüglich ihrer Rente eher schlecht informier sind. Die Online-Plattform MyPension.be ist der am häufigsten konsultierte Kanal zur Information zur Rente und 72 % der Befragten haben diese Webseite bereits angeklickt. Doch 58 % aller Bürger hat trotzdem keine Ahnung davon, wie hoch ihre Rente denn wirklich ausfallen wird.
