Das Volumen des Imports und des Exports ist im belgischen Außenhandel im Zeitraum Februar bis April 2025 um 5,4 % bzw. 1,8 % gesunken. Dies ist aus Zahlen der Belgischen Nationalbank (BNB) ersichtlich. Auffallend ist jedoch, dass sich der Außenhandel mit China und den USA diesem Trend nicht anschließt.
Das belgische Außenhandels-Defizit nimmt weiter zu, außer beim Handel mit China und den USA
Mit Ausnahme des Lebensmittelsektors und im Bereich des Exports beim Maschinenbau und der Chemie sind die Zahlen negativ.
Im Falle der Vereinigten Staaten weist die Nationalbank allerdings darauf hin, dass dies mit der Antizipierung im Hinblick auf möglich neue Zolltarife zu tun haben könnte.
Was China betrifft, so zeigt sich eine weitere Entwicklung eines Trends, der seit Jahren schon anhält. In den vergangenen 10 Jahren hat sich der Handel mit China wohl gründlich verändert. So hat sich der Import von Fahrzeugen von 10 % im Jahr 2015 auf heute fast 25 % erhöht.
Das Volumen des Imports von Textilprodukten, sprich von Bekleidung, ist in diesem Zeitraum allerdings um mehr als 50 % zurückgegangen. Insgesamt aber ist die Gesamtmenge des Imports aus China in Belgien in den vergangenen 10 Jahren deutlich angestiegen und zwar von 14,8 Mia. € im Jahr 2015 auf 32,7 Mia. € im laufenden Jahr.
China hat damit mit den USA gleichgezogen und beide Länder müssen sich lediglich den Niederlanden, Deutschland und Frankreich geschlagen geben.
Die Ausfuhr aus Belgien in Richtung China ist nahezu stabil geblieben und dadurch zeigt sich hier eine negative Handelsbilanz von –24,9 Mia. € im vergangenen Jahr.
