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Bevölkerungsstatistik in Belgien: Die Diversität nimmt zu - Mehr Einwohner mit Migrationshintergrund

36 % der Einwohner Belgiens haben einen ausländischen Hintergrund. Vor 20 Jahren waren dies noch knapp 20 %. Dies geht aus neuen Zahlen des belgischen Statistikamtes Statbel hervor, auf die sich ein Beitrag in der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad bezieht. Die Diversität hat in den letzten Jahrzehnten in Belgien deutlich zugenommen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Mehr als jeder dritte Einwohner Belgiens hat einen ausländischen Hintergrund. Das Statistikamt Statbel legt seinen Fokus auf zwei gesellschaftliche Gruppen von Menschen, um ihre Zahlen zu ermitteln: Zum einen die Einwohner, die nicht die belgische Staatsangehörigkeit besitzen (13,8 %) und zum anderen die Personen, die inzwischen die belgische Staatsangehörigkeit erworben haben oder einen bzw. zwei Elternteile mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit haben (22,1 %). Bei den Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren hat sogar fast die Hälfte ausländische Wurzeln.

Laut dem Demografen Patrick Deboosere von der flämischen Freien Universität Brüssel (VUB) wird diese Vielfalt weiter zunehmen: „Menschen mit Migrationshintergrund sind im Durchschnitt jünger, also werden auch mehr Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land geboren.“ 

Hinter der Gesamtzahl verbergen sich große regionale Unterschiede. So ist die Region Brüssel-Hauptstadt mit nicht weniger als 78 % Einwohnern mit ausländischen Wurzeln die mit Abstand vielfältigste Region. In Flandern liegt der Anteil bei 28 %. Auf kommunaler Ebene sind die Unterschiede noch ausgeprägter. In Horebeke, tief in den flämischen Ardennen, leben nur 4 % der Einwohner mit Wurzeln außerhalb Belgiens. Am anderen Ende des Spektrums liegt die Brüsseler Gemeinde Sint-Joost-ten-Node mit 92 %.

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