Die Stadt Ostende kaufte das Gemälde „Débris“ von James Ensor. Das Gemälde, auf dem Ensors Mutter zu sehen ist, ist erst kürzlich aufgetaucht. Es war lange Zeit im Besitz einer Verkäuferin, bei der der Maler ab und zu Malutensilien kaufte. Das Gemälde wurde für 125.000 € versteigert. Die Stadt Ostende zahlte 120.000 €, die restlichen 5.000 € kamen von der König-Baudouin-Stiftung. Das Werk wird zunächst im James-Ensor-Haus und später im MUZEE-Museum ausgestellt.
Die Stadt Ostende erwirbt ein bisher unbekanntes Werk von James Ensor
„Débris“ zeigt das Porträt von Ensors Mutter Marie Louise Cathérine Haegheman im Alter von 65 Jahren. Ensor hatte nicht die Absicht, seine Mutter auf schmeichelhafte Weise zu malen. Das Werk erhielt den Namen „Débris“, was so viel wie „Wrack“ bedeutet.
Laut dem Experten Henri Godts von Arenberg Auctions ist es ein sehr interessantes Gemälde, weil es sehr persönlich ist: „Es hat eine interessante Vorgeschichte. Es kam vor etwa 100 Jahren in den Besitz von Anna Roose. Sie arbeitete in dem kleinen Laden, in dem Ensor gelegentlich vorbeikam, um Tuben mit Farbe aufzufüllen.“
"Wir wissen nicht, ob sie es gekauft oder von dem Künstler bekommen hat. Bis heute ist das Gemälde im Besitz von Annas Familie geblieben. Das Gemälde war keineswegs bekannt, denn es war nicht einmal in Ensors berühmtem Werkverzeichnis aufgeführt."
