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Einstein Teleskop - Umfassende Studie soll die Energieversorgung für die Anlage beleuchten

Die Universität Hasselt (UHasselt), die Universität Löwen (KU Leuven), das Flämische Institut für Technologische Forschung (VITO) und das Forschungszentrum imec in Löwen werden eine Studie zur nachhaltigen Energieversorgung für das Einstein Teleskop durchführen, das in der Euregio Maas-Rhein errichtet werden soll. Die flämische Landesregierung stellt eine halbe Million Euro für diese Studie der EnergyVille-Partner zur Verfügung. Inzwischen wirbt Flandern auch in Schottland bei potentiellen Partnern für das Projekt.

Andreas Kockartz
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"In dieser Energiestudie untersuchen wir, wie viel Energie das Einstein-Teleskop in der Bau- und Betriebsphase benötigen wird, welche Art von Stromnetz und Batteriespeicher es braucht und wie all dies so nachhaltig wie möglich geschehen kann. Unsere Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Zuschlag für das Einstein-Teleskop in der Euregio zu erhalten", sagte Prof. Bart Vermang (UHasselt/imec/EnergyVille), der die Studie leitet.

Mit der Studie wollen die Forscher nicht nur veranschaulichen, wie die notwendige erneuerbare Energie für den Bau, den Betrieb und den Abriss (nach 50 Jahren) des Einstein-Teleskops bereitgestellt werden kann, sondern auch, wie sich dies auf die lokale Gemeinschaft und die Umwelt auswirken wird. Die Studie wird aus vier Arbeitspaketen bestehen. VITO wird die Energiemodelle und den vielfältigen Energiebedarf des Einstein-Teleskops in Bezug auf Strom, Wärme und Kühlung kartieren. Die Forscher werden auch untersuchen, wie all dies so kosteneffizient wie möglich realisiert werden kann.

Nachhaltige Energiequellen 

UHasselt und imec untersuchen ihrerseits, welche Energiequellen genutzt werden können, um das Einstein-Teleskop ausreichend und zuverlässig mit Energie zu versorgen. Dabei setzen sie auf nachhaltige, erneuerbare Energiequellen wie die Solarenergie, um die Auswirkungen auf die Umwelt und die Umgebung zu minimieren. Die Partner KU Leuven und VITO werden ein komplettes Stromnetz mit hoher Stabilität entwerfen. Zu diesem Zweck werden sie ein fortschrittliches Netz entwickeln und auch einen digitalen Zwilling innerhalb von EnergyVille aufbauen, mit dem Simulationen durchgeführt werden können.

Zum Schluss untersuchen die UHasselt und VITO die optimalen Möglichkeiten zur Deckung des künftigen Energiebedarfs, beispielsweise durch Energiespeichersysteme. Das Einstein-Teleskop soll ein riesiges unterirdisches Teleskop zur Beobachtung von Gravitationswellen werden. Dabei handelt es sich um winzige Fluktuationen in den Gravitationswellen, die sich durch das Universum bewegen und die uns nach einer Theorie von Albert Einstein mehr über unser Universum verraten können.

Flanderns MP wirbt für das Projekt in … Schottland!

Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA) und einige flämische Professoren und Wissenschaftler haben in der vergangenen Woche im Rahmen einer Wirtschafts- und Technologie-Mission in Schottland Lobbyarbeit für das Einstein-Teleskop in der Euregio Maas-Rhein getätigt. Sie hofften damit zu erreichen, dass die Briten das Projekt gegen Italien unterstützen, denn auch Sardinien bewirbt sich für das Teleskop. 

Die flämische Delegation traf sich in Glasgow mit Wissenschaftlern der University of Glasgow und der University of Strathclyde. Beide Unis haben in der Forschung nach Schwerkraftwellen eine fundamentale Rolle gespielt und sind damit potentielle Partner für Kooperationen mit dem Einstein-Teleskop im belgisch-deutschen-niederländischen Grenzraum und flämischen Partnerunternehmen und Einrichtungen wie ASML oder imec bzw. den beteiligten flämischen, niederländischen und deutschen Hochschulen und Universitäten. 

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