Das Bahnunternehmen Eurostar will seine Flotte aus Hochgeschwindigkeitszügen ausweiten und plant bis 2030 gleich 3 neue Verbindungen, z.B. von Brüssel aus nach Frankfurt und nach Genf.
Eurostar will die HST-Flotte vergrößern und plant neue Linien von Brüssel nach Frankfurt und Genf
Eurostar generierte letztes Jahr einen Umsatz vor Steuern von 346 Mio. € und beförderte dabei 19,5 Millionen Fahrgäste. Das Bahnunternehmen machte den Gewinn auf Basis von steigenden Fahrgastzahlen und einer strikten Kostenpolitik.
Bis 2030 will Eurostar gleich drei neue Verbindungen anbieten: Amsterdam/Brüssel-Genf, London-Frankfurt über Brüssel und London-Genf über Brüssel. Dazu sollen in den kommenden Jahren per Anno 2 Mia. € investiert werden.
50 neue Züge will Eurostar anschaffen und damit einen Teil der derzeit 51 HST-Züge ersetzen. Ziel ist, in absehbarer Zeit Reisen mit 67 Schnellzügen anzubieten. Aktuell ist Eurostar in 5 Ländern aktiv, nicht zuletzt durch die Fusion mit Thalys: Großbritannien, Belgien, Frankreich, die Niederlande und Deutschland.
„Goldene Zeiten“?
Gwendoline Cazeneuve, CEO der Eurostar-Group, kündigt zwar „goldene Zeiten“ für ihr Unternehmen an, doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Bei einer europaweiten Analyse der Qualität der hier aktiven Eisenbahngesellschaften kam Eurostar auf den letzten Platz. Qualität, Komfort und Verlässlichkeit ließen in dieser vergleichenden Studie zu wünschen übrig.
Aktuell z.B. werden Zugverbindungen von Deutschland aus in Richtung Belgien (Lüttich und Brüssel) und Paris schlichtweg annulliert, weil Eurostar Probleme mit den umfassenden Bahnarbeiten auf dem deutschen Netz hat…
