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Inland
Justiz

Tödlicher Unfall bei Polizeiverfolgung: Fabian (11) in seinem Heimatland Moldawien beigesetzt

Der aus Moldawien stammende 11 Jahre alte Fabian war am vergangenen Montag mit seinem E-Roller bei einer Verfolgung in einem Park in der Brüsseler Gemeinde Ganshoren von einem Polizeiwagen angefahren worden und dabei ums Leben gekommen. Am Montag ist der Junge in seiner Heimat beigesetzt worden, wie unser Video zeigt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Am Sonntag hatten mehrere hundert Personen im Elisabethpark in Ganshoren an einer Gedenkveranstaltung für den Jungen teilgenommen. Dort wurde u.a. die Vorgehensweise der Polizei und die Haltung der Politiker nach dem Vorfall kritisiert. Sprechchöre riefen „Gerechtigkeit für Fabian“. Anschließen zogen die Teilnehmer in einem Gedenkmarsch durch Ganshoren.

Leider kam es nach dieser sehr friedlichen Veranstaltung zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, bei der Wasserwerfer und wie später bekannt wurde, auch Gummigeschosse zum Einsatz kamen. Mehrere Personen wurden festgenommen. 

Presseleck

Inzwischen hat die Brüsseler Staatsanwaltschaft eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, da vertrauliche Informationen aus dem offiziellen Bericht zum Unfallhergang an die Kollegen des frankophonen Rundfunks RTBF weitergegeben wurden. Dabei handelte es sich um das erste Protokoll der Polizei nach dem Vorfall. 

Die Staatsanwaltschaft ließ dazu wissen, dass der RTBF Details veröffentlichte, während diesbezügliche Verhöre und Zeugenbefragungen noch liefen: „Das Ermittlungsgeheimnis ist an erster Stelle notwendig, um die Untersuchungen zielgerichtet verlaufen zu lassen. Die Veröffentlichung von Elementen aus der Untersuchung in den Medien, während die Verhöre noch laufen, kann Zeugenaussagen beeinflussen oder stören.“ 

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