Nach einem illegalen Treffen der Balkan Krew in Voeren (Provinz Limburg) hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und vorsätzlicher Verkehrsbehinderung aufgenommen. Während die Polizei in Geel und Hasselt größere Schäden verhindern konnte, eskalierte die Lage in Voeren.
Drift-Treffen in Voeren: Staatsanwaltschaft Limburg ermittelt gegen „Balkan Krew“
„Unsere Einsatzkräfte wurden bei ihrer Ankunft mit Feuerwerk beschossen und mit Steinen beworfen“, berichtet Bjorn Leesen von der Polizeizone Voeren. Am Samstagabend hatte die Driftgruppe Balkan Krew erneut versucht, illegale Treffen an mehreren Orten in der Region Kempen/Limburg zu organisieren.
Nachdem die Polizei ein erstes Treffen am Autobahnkreuz Geel-Ost auflöste, zogen rund 500 Fahrzeuge weiter zum Ikea-Parkplatz in Hasselt.
Auch dort wurde das Treffen von der Polizei unterbunden, woraufhin sich der Konvoi in Richtung Süden der Provinz bewegte. Über Bilzen, Veldwezelt und Maastricht gelangten die Fahrzeuge schließlich nach Voeren.
Gegen 1 Uhr morgens versammelte sich der Konvoi auf einem Autobahnparkplatz an der E25 zwischen Maastricht und Lüttich in Moelingen, so die Polizei Voeren.
„Durch den massiven Zustrom an Fahrzeugen war die Autobahn samt Zu- und Abfahrten schnell überlastet. Die Teilnehmer führten gefährliche Stunts durch und drifteten auf öffentlichen Straßen und dem Parkplatz“, heißt es weiter.
Polizei mit Feuerwerk beschossen
Laut Bjorn Leesen verlief die Konfrontation mit der Polizei alles andere als friedlich: „Die Einsatzkräfte aus Voeren und Bilzen-Hoeselt-Riemst wurden mit Feuerwerk beschossen und mit Steinen beworfen. Mehrere Polizeifahrzeuge wurden dabei beschädigt.“
Auch Lkw-Fahrer, die auf dem Parkplatz übernachteten, wurden durch Jugendliche geweckt, die auf den Aufliegern tanzten und Feuerwerk zündeten.
Auflösung gegen 4 Uhr morgens
Erst gegen 4 Uhr morgens gelang es einer großen Polizeieinheit – unterstützt von wallonischen Polizeizonen sowie der föderalen Polizei aus Eupen und Brüssel – die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Teilnehmer aus Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland verließen schließlich den Ort.
Am Morgen wurde das Ausmaß der Schäden sichtbar: zerstörte Grasflächen, abgefackelte Mülleimer, große Mengen an Müll und Feuerwerksresten sowie Drift- und Bremsspuren auf dem Parkplatz.
Die Staatsanwaltschaft Limburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und vorsätzlicher Verkehrsbehinderung eingeleitet. Ein Fahrzeug der Teilnehmer wurde bereits beschlagnahmt.
