Ab September können Interessierte an der Fachhochschule Vives in Ostende den Studiengang Luftverkehrskontrolle bzw. Fluglotse belegen, der Bestandteil des Bachelor-Studiengangs in Luftfahrt ist. Es handelt sich dabei um eine Zusammenarbeit mit Skeyes, dem Unternehmen, das den Luftverkehr über Belgien regelt und kontrolliert.
Die Vives-Hochschule in Ostende startet gemeinsam mit der Flugsicherung Skeyes einen Bachelor-Studiengang für Luftverkehrskontrolle
Im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Luftfahrt am VLOC (Flämisches Ausbildungszentrum für Luftfahrt) in Ostende wird es einen neuen Studiengang zum Fluglotsen geben. "Wir müssen weiterhin spezialisierte Ausbildungsgänge anbieten", sagte Nancy Vermeulen von Vives gegenüber VRT NWS:
"Wir hatten bereits Luftfahrttechnik, Luftfahrtingenieurwesen und auch angehende Piloten. Der Fluglotsenlehrgang wird dieses Angebot jetzt sinnvoll ergänzen. Erst im 3. Ausbildungsjahr kann der Ausbildungszweig Fluglotse gewählt werden. Eine Zusammenarbeit mit der belgischen Flugsicherung Skeyes, die den Flugverkehr am Himmel regelt. Man kann sich auch bei Skeyes zum Fluglotsen ausbilden lassen, aber man hat dann keinen Bachelor-Abschluss."
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Ausbildung im Aufwind
In der Luftfahrt geht es sehr schnell. "Wir brauchen gute junge Leute in diesem Sektor. Letztes Jahr gab es etwa 200 Studenten, jetzt sind es schon etwa 300. Und die Zahl wächst weiter, was positiv ist", sagt Vermeulen.
Was muss ein guter Fluglotse mitbringen? "Man muss stressresistent sein, den Überblick behalten können und ein gutes Gleichgewicht zwischen Präzision und Geschwindigkeit finden. Und man muss ein guter Teamplayer sein, denn man ist das Bindeglied zwischen dem Piloten und dem Luftraum. Es ist eine wichtige Aufgabe, ein Fluglotse ist das Auge und das Ohr am Boden".
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Der belgische Luftraum ist komplex
Laut dem belgischen Flugsicherungs-Dienstleister Skeyes besteht Bedarf an neuen Fluglotsen. "In den kommenden Jahren werden uns viele Leute verlassen, weil sie in den Ruhestand gehen. Wir müssen sie ersetzen, aber es ist nicht immer einfach, die richtigen Leute zu finden", sagt Johan Decuyper von Skeyes: "Auch in der Luftfahrt haben wir es mit einem Wachstum zu tun. Außerdem wird immer mehr digitalisiert. Man denke nur an unsere digitalen Tower, so dass auch die Fluglotsen immer mehr Gepäck haben müssen.“
Der belgische Luftraum ist sehr komplex, so Decuyper: „Er ist der Knotenpunkt aller Flüge innerhalb Europas. Fluglotsen, die in Belgien arbeiten können, können eigentlich überall arbeiten. Außerdem entwickeln wir uns mehr und mehr zu einem dynamischen Luftraum, zum Beispiel durch die Einführung von Drohnen. Das macht das Ganze noch komplizierter."
