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Der Waaslandhafen platzt aus allen Nähten: Fast 7 % mehr Containerverkehr - Dringender Bedarf an neuem Terminal

Im Waaslandhafen in Antwerpen sind im vergangenen Jahr fast 7 % mehr Waren und Güter größtenteils per Container ein- und ausgegangen. Insgesamt handelte es sich dabei um rund 115 Millionen Tonnen Fracht. "Infolgedessen sind die beiden Terminals am Deurganck-Dock in Doel an der Kapazitätsgrenze angelangt, um effizient arbeiten zu können", heißt es bei der Maatschappij Linkerscheldeoever (MLSO, Gesellschaft Linkes Schelde-Ufer). Aber es sieht nicht so aus, als ob in nächster Zeit zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden kann, auch wenn das dringend notwendig wäre.

Andreas Kockartz
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"Die jährlichen Zahlen für 2024 sind beeindruckend", sagt Peter Van de Putte von MLSO: "Mit einem Anstieg des Seeverkehrs um 6,6 % - das entspricht fast 115 Millionen Tonnen Fracht - zeigt der Waasland-Hafen als Teil des Antwerpener Hafens deutlich seine Widerstandsfähigkeit."  

67 Prozent des gesamten Containerverkehrs des Hafens Antwerpen-Brügge wurden im vergangenen Jahr im Waasland-Hafen abgewickelt. Das ist gleichzeitig aber auch die Kehrseite der guten Nachricht: Das Deurganck-Dock in Doel bei Beveren, ein Bereich des Waaslandhafens, hat inzwischen größte Mühe, diesen Umschlag zu bewältigen. Das Deurganck-Dock wurde speziell für die zusätzliche Verladung von Containern gebaut. Aber die beiden Terminals dort sind schon fast an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.

Die Terminals sind bereits zu mehr als 80 % ausgelastet, was zusätzliche Arbeit bedeutet und das kostet Geld

Peter Van de Putte, Direktor der Maatschappij Linker Scheldeoever

Die volle Containerkapazität eines Terminals zu nutzen, ist keine gute Idee, heißt es bei MLSO. "Solange man unter 80 % der Kapazität bleibt, kann man seine Container effizient abfertigen", sagt Van de Putte: "Sobald die Kapazität 80 % übersteigt, muss man viel zu viele Bewegungen mit den Containern durchführen. Ideal ist, drei Container übereinander zu stapeln. Jetzt sind wir bei vier Containern und das bedeutet eine Menge zusätzlicher Bewegungen. Dann müssen Reedereien und Transporteure manchmal lange warten und verlieren dadurch viel Geld."

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Ideal für die Terminals sind 3 aufeinandergestapelte Container - Im Waaslandhafen sieht das etwas anders aus

Seit langem gibt es Pläne, die Containerkapazität im Waasland-Hafen zu erhöhen, auch im nahegelegenen Verrebroek. Aber wegen allerlei Verzögerungen befürchtet Van de Putte, dass ein zusätzliches Dock oder ein Terminal nicht vor 2030 zur Verfügung stehen wird: "Der Bedarf an zusätzlicher Kapazität ist jedoch hoch, da 67 % des gesamten Containerverkehrs des Hafens Antwerpen-Brügge im Waaslandhafen abgewickelt werden."

Die Pläne sind im Projektpaper “Extra Container Handling Capacity in the Port of Antwerp Area” (ECA) aufgeführt. Die flämische Landesregierung, der Hafenbetrieb Antwerpen-Brügge, die Maatschappij Linkerscheldeoever (MLSO) und ihre Partner arbeiten dazu eng zusammen.

Das Deurganck-Dock im Antwerpener Waaslandhafen (Archivfoto)

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