Die föderale Regierung streicht die zweite Phase der Prinzessin Elisabeth-Energieinsel in der Nordsee. Es geht um die Infrastruktur für Gleichstrom, deren Kosten in die Höhe geschnellt waren. Die Folge: Das gesamte Projekt würde heute mindestens 7 Mia. € kosten, statt wie ursprünglich geplant rund 2 Mia. €.
Aus für die belgische Energieinsel vor der Nordseeküste? 3 Mia. € eingespart
Der Verzicht auf die Gleichstrominfrastruktur bedeute eine Einsparung von mindestens 3 Mia. €, so der föderale Energieminister Mathieu Bihet (MR). Die zweite Phase des Projekts wurde auch für den Anschluss eines dritten Windparks in der Nordsee sowie für ein Kabel nach Großbritannien benötigt.
Wie es damit weitergeht, ist derzeit unklar.
Viele erwarten eine Art Neustart des gesamten Projekts ohne die Gleichstrominfrastruktur. Wenn das der Fall ist, wird sich dies auch auf die Offshore-Windparks in der Nordsee an sich auswirken. Dann wird es in der Prinzessin-Elisabeth-Zone normalerweise nur zwei statt drei Parks geben.
Damit stellt sich generell die Frage, ob der gesamte Plan überhaupt neu ausgewiesen werden soll.
Diese Energieinsel war ein ehrgeiziges Projekt, doch die explosionsartigen Kostenanstiege lassen nicht erst seit gestern die Stirnen runzeln. Allerdings ist in dieses Projekt schon viel Geld und Energie geflossen, z.B. für den Bau von Modulen für diese Insel (Foto oben).
