Flanderns Landwirtschaftsminister Jo Brouns (CD&V) hat der Liste der geschützten flämischen Regionalprodukte gleich 4 neue Produkte hinzugefügt. Dabei handelt es sich um das „Konijnkoekske“, ein Gebäck aus Dilbeek in Flämisch-Brabant, um den Honig „Merodegoud“ aus Tessenderlo in der Provinz Antwerpen und um das „Weiße Speculaas“ und das „Speculaas mit Mandeln“ aus Lokeren und um den Speck „Boerke Waas“ aus dem Waasland.
Flandern gibt die Anerkennung von weiteren Regionalprodukten bekannt
Das „Konijntje“ eine besondere Keksart aus Dilbeek in Flämisch-Brabant unweit von Brüssel. Sie hat die Form eines Kaninchens und die Pfoten werden im Zuge der Produktion in Schokolade getunkt. Dieses Produkt gibt es seit 1986 und wurde von dem Bäcker Pierre Bossuyt erfunden. Heute betreibt dessen Sohn Frank die Bäckerei und setzt die noch junge Tradition des „Konijnkoekses“ weiter fort.
Dieser Sandkeks verweist auf die Bürger von Dilbeek, die den Spitznamen „Kaninchenfresser“ haben, was auf eine Legende aus der Zeit Kaiser Karls zurückzuführen ist. Landwirtschaftsminister Brouns überreichte den neuen „Mitgliedern“ in der Liste der geschützten Regionalprodukte in Dilbeek das Anerkennungs-Diplom und STREEKPRODUCT-Sticker, um an den Ladentüren anzubringen (Foto).
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Arbeitsgruppe
Innerhalb des Flämischen Zentrums für Agrar- und Fischereimarketing (VLAM) befasst sich eine Arbeitsgruppe mit den Regionalprodukten und diese Vergibt das entsprechende Label auf Basis von Empfehlungen einer Kommission aus Lebensmittelfachleuten.
Die Produkte müssen 5 Kriterien entsprechen, worunter Tradition, Verbundenheit mit der Region und die handwerkliche Herstellung fallen. Insgesamt befinden sich auf der Liste der geschützten flämischen Regionalprodukte 223 Leckereien.
Dazu gehören auch Biersorten (Geuze-Lambiek aus dem Brüsseler Umland), Kuchen und Fläden (Limburgse Vlaai) oder auch die Küchlein „Geerardsbergse Mattentaarten“ aus Geraardsbergen in Ostflandern. Viele dieser Produkte sind inzwischen auch auf EU-Ebene regional geschützt.
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Wichtiges Label
Flanderns Agrarminister Brouns unterstrich gegenüber VRT NWS einmal mehr die Wichtigkeit dieses regionalen Schutzes: „Wir müssen den Stolz über die flämischen Produkte, die von Fachfrauen und Fachmännern gemacht werden, mehr nach außen tragen. Nicht jeder bekommt einfach so eine solche Anerkennung. Da muss sich zuerst ein Ausschuss drüber beugen.“
Brouns unterstreicht, dass es hier um weit mehr geht, als nur um Leckereien: „Lokale Verankerung und Tradition sind dabei wichtige Kriterien. Ein solches Produkt muss in seiner Region auch wirklich bekannt sein. Durch diese Anerkennung halten wir schöne Traditionen instand. Es ist auch wichtig, dass wir das entsprechende Handwerk weiter zu würdigen wissen.“
