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Familie hält Abschiedsfeier für Fabian am Schauplatz des tödlich geendeten Polizeieinsatzes

Die Familie des 11-jährigen Fabian, der am Montag bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in Ganshoren getötet wurde, hat am Donnerstag eine Abschiedsfeier abgehalten. Sie fand um 13 Uhr an der Unfallstelle im Elisabethpark in der Brüsseler Gemeinde Ganshoren statt. Dort war auch der Sarg des Jungen aufgebahrt. 

Andreas Kockartz
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"Fabian war ein sanfter, fröhlicher und neugieriger Junge", heißt es in einer Mitteilung der Familie: "Er liebte es, zu lernen, zu spielen, mit seinen Lieben zu lachen und würde in ein paar Tagen seinen Geburtstag feiern. Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Wie so viele Kinder in seinem Alter fuhr er Roller, doch letzten Montag wurde seine Fahrt brutal beendet. Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei wurde er angefahren und starb."

"Heute steht eine ganze Stadt unter Schock", so die Familie weiter: "Fabian wird nicht nur ein weiterer Name in der Statistik sein, wir fordern die Wahrheit, wir fordern Gerechtigkeit. Und wir fordern ein allgemeines Bewusstsein, dies war eine Verfolgung zu viel. Das muss aufhören."

An der Trauerfeier nahmen auch der flämische und der frankophone Kinderrechtskommissar teil, die ihrerzeits die Vorgehensweise der Brüsseler Polizei gegenüber Kinder und Jugendlichen kritisierten und die Aktion, die zum Tode von Fabian geführt hatte, für völlig überzogen halten.  

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Fresko für Fabian

Ein Wandgemälde für Fabian entstand seit Mittwochabend an einer Fassade im Zentrum von Brüssel. Das Fresko ist ein Werk des Graffiti- und Streetart-Künstlers HMI CNN basiert auf einem Foto, das bei der Mahnwache für den Jungen aus Jette zu sehen war. Ursprünglich wollte HMI eine andere Zeichnung anfertigen, aber Fabians tragische Geschichte habe ihn zu sehr berührt, sagte er gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ. Das Gemälde ist an einer Fassade eines Wohnhauses an der Ecke Papenvest und Grootsermentstraat zu sehen. Die Arbeiten wurden am Donnerstag abgeschlossen.

Was ist passiert? 

Der elfjährige Fabian war am Montagabend mit einem Elektroroller auf dem Heimweg, als die Polizei ihn kontrollieren wollte, vermutlich weil er noch zu jung war, um einen solchen E-Stepper zu benutzen. Aus einem unklaren Grund ergriff der Junge jedoch die Flucht, woraufhin die Polizei ihn verfolgte. 

Gegen 17.50 Uhr kam es im Elisabethpark zu einem Zusammenstoß des Polizeiwagens mit dem Roller, bei dem Fabian schwer verletzt wurde. Die Rettungskräfte reanimierten den Jungen am Unfallort und brachten ihn ins Krankenhaus, wo er jedoch an seinen Verletzungen starb. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft übergab die Ermittlungen zu dem Unfall an das Comité P, das Aufsichtsorgan der belgischen Polizeidienste.

Die Brüsseler Polizei steht einmal mehr in der Kritik der Bürger

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