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Inland
Wirtschaft

"Arbeitsdruck nicht länger hinnehmbar!" - Die christliche Gewerkschaft blockierte zeitweise die Vertriebszentren von Lidl in Belgien

Seit 3 Uhr am frühen Donnerstagmorgen wurden die Vertriebszentren der deutschen Supermarktkette Lidl in Belgien bestreikt und blockiert, wie z.B. in Genk in Limburg (Foto). Die christliche Gewerkschaft ACV-PULS und CNE kritisierte damit den hohen Arbeitsdruck bei Lidl. Ähnliche Aktionen vor 2 Jahren hatten zu keiner Veränderung geführt. Am Nachmittag wurde der Betrieb aber wieder aufgenommen. 

Andreas Kockartz
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"Dieser Arbeitsdruck ist nicht länger hinnehmbar!" Streikende Mitarbeiter von Lidl sagten, dass sie kein Verständnis mehr dafür haben, dass die Direktion der Warenhauskette ihnen nicht zuhört. Der Arbeitsdruck in den Vertriebszentren und in den Filialen sei sehr hoch und man geht davon aus, dass er noch weiter steigen wird. 

Die christliche Gewerkschaft ACV gibt an, schon seit 2 Jahren mit der Lidl-Direktion in Belgien zu sprechen, doch es ändere sich nichts. Vor 2 Jahren gab es bereits ähnliche Aktionen bei Lidl in unserem Land. 

Jetzt forderten die Arbeitnehmervertreter, dass die Direktion einen konkreten Plan vorlegt, wie diesen Problemen begegnet werden kann und zwar noch vor der nächsten für kommende Woche geplanten Gesprächsrunde. Und sie forderten eine Garantie dafür, dass das auch passieren wird, sonst würden die Blockaden der Vertriebszentren fortgeführt.

Doch im Laufe des Tages einigte man sich auf ein weiteres Vorgehen mit der Lidl-Belgien-Direktion und vereinbarte, bei der nationalen Gesprächsrunde am kommenden Dienstag weiter zu verhandeln. Nach dieser Einigung wurden die Blockaden wieder aufgehoben und die Filialen konnten wieder in vollem Umfang beliefert werden.  

Bis dahin konnten keine Lastwagen die Vertriebszentren verlassen, um die Filialen zu beliefern. Blockiert wurden die Vertriebszentren in Sint-Niklaas (Ost-Flandern), Gullegem (West-Flandern), Genk (Limburg), La Louvière (Hennegau) en Marche-en-Famenne Prov. (Luxemburg).

Eigentlich merken die Kunden davon nicht viel, außer vielleicht, dass das eine oder andere Regal in ihrem Lidl-Markt leer war. Die ACV schließt aber offenbar nicht aus, auch Märkte zu bestreiken, falls sich keine Lösung für den hohen Arbeitsdruck bei der deutschen Warenhausgruppe in Belgien abzeichnet. 

Blockade am Lidl-Vertriebszentrum in Gullegem

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