Die Zahl der Depressionen und Burn-outs ist in Belgien innerhalb von fünf Jahren um 44 % gestiegen, was die Krankenkassen inzwischen mehr als 2 Mia. € kostet. Das geht aus Zahlen des Landesinstituts für Krankenversicherung, LIKV, für das Jahr 2023 hervor, die sich auf Personen beziehen, die länger als ein Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Arbeit gegangen sind.
Hohe Kosten für die Krankenversicherung: Schnell steigende Zahl von Depressionen oder Burn-out
Insgesamt sind mehr als eine halbe Million Menschen in Belgien länger als ein Jahr arbeitsunfähig. Die größte Gruppe sind die über Fünfzigjährigen, aber der größte Anstieg ist bei den Zwanzig- bis Dreißigjährigen zu verzeichnen: In Laufe eines Jahres ist diese Gruppe um 20 % gewachsen.
Dieser hohe prozentuale Anstieg ist sowohl bei jungen Arbeitnehmern und Arbeitssuchenden als auch bei jungen Selbstständigen zu verzeichnen.
Nach Angaben des LIKIV, das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung - die Institution, die in Belgien das Gesundheitssystem verwaltet, ist die Gruppe der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitsunfähig sind, auf mehr als 520.000 gestiegen, d.h. auf mehr als eine halbe Million Menschen.
Rund ein Viertel von ihnen leidet an Depressionen oder an Burn-out und gerade diese Fälle kosteten die Krankenkassen im Jahr 2023 mehr als 2 Mia. €, was einem Anstieg von über 70 % innerhalb von fünf Jahren entspricht.
Was ist das LIKIV?
Das LIKIV ist das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (RIZIV in Flandern, INAMI im frankophonen Spektrum). Als föderale öffentliche Einrichtung erfüllt das LKIKV eine wichtige Rolle im Bereich der sozialen Sicherheit, z.B. bei der Gesundheitspflege (Krankenversicherung oder Gesundheits-Pflegeversicherung) oder auch in Sachen Arbeitsunfähigkeit im Fall von Krankheit oder Unfall, Mutterschaft, Vaterschaft und Adoption (Entschädigungsversicherung) und nicht zuletzt auch nach medizinischen Unfällen.
