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Gesundheit

Masernfälle steigen weiter – vor allem in Antwerpen und Limburg

Die Zahl der Maserninfektionen ist in den vergangenen Wochen weiter gestiegen, insbesondere weil die Ausbrüche in den Provinzen Antwerpen und Limburg anhalten. Das hat das flämische Gesundheitsamt mitgeteilt. Im Mai wurden insgesamt 82 neue Fälle registriert – vor allem bei ungeimpften Kindern im Alter von 0 bis 9 Jahren.

Belga Martina Luxen
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„Vor allem in Antwerpen steigen die Zahlen weiter“, sagt Joris Moonens, Sprecher des Departements. Allein im Mai wurden dort 48 neue Infektionen gemeldet. „Fast alle Betroffenen sind nicht geimpft.“

Gezielte Maßnahmen wie Informationskampagnen über Hausärzt*innen, Schulen und zusätzliche Impfangebote in Bereitschaftspraxen sollen helfen, gefährdete Gruppen zu erreichen.

Appell an die Bevölkerung

Moonens ruft alle Menschen in Antwerpen – insbesondere in der Stadt und den angrenzenden Bezirken – dazu auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und sich gegen Masern impfen zu lassen, falls dies noch nicht geschehen ist. „Masern werden weiter zirkulieren, solange es genügend Ungeimpfte gibt.“

Limburg: Ausbrüche in Großfamilien

In Limburg wurden im Mai 31 neue Fälle gezählt. Die Ausbrüche betreffen vor allem größere Familien, in denen die Kinder nicht geimpft sind. So wurden in der Grundschule De Puzzel in Runkst (Hasselt) fünf Kinder aus einer Familie infiziert. Die Schule selbst trifft keine Schuld – die generelle Impfquote ist dort hoch.

„Wenn niemand in der Familie geimpft ist, kann es schnell gehen“, so Moonens.

Dank des langen Wochenendes Anfang Mai konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die fünf betroffenen Kinder sind inzwischen vollständig genesen.

Hohe Hospitalisierungsrate

Seit Jahresbeginn wurden in Flandern 178 Masernfälle gemeldet – davon 108 in Antwerpen und 33 in Limburg. 43 Prozent der Betroffenen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, vor allem junge Kinder.

„Das ist besonders bedauerlich, da der Impfstoff leicht verfügbar und für viele kostenlos ist“, betont Moonens. „Wir raten allen, die noch nicht geimpft sind, dies dringend nachzuholen.“

Reisewarnung

Auch vor Reisen wird gewarnt: Wer ins Ausland fährt, sollte seinen Impfschutz überprüfen. In Ländern wie Rumänien und Marokko gibt es derzeit große Ausbrüche, aber auch in vielen anderen Ländern steigen die Zahlen.

 Auf Wanda.be  gibt es eine aktuelle Übersicht über betroffene Länder.

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