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Inland
Wirtschaft

Jede*r Zehnte gibt zu, manchmal ohne Grund bei der Arbeit zu fehlen

Laut einer Umfrage von SD Worx unter 660 Unternehmen und 1.000 Beschäftigten gibt jede*r Zehnte zu, gelegentlich ohne triftigen Grund bei der Arbeit zu fehlen. Die Mehrheit der Unternehmen befürwortet daher eine Einschränkung der Anzahl an Fehltagen ohne ärztliches Attest.

Belga Martina Luxen
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Vier von zehn Arbeitnehmer*innen berichten, dass ihr Team unter krankheitsbedingten Ausfällen leidet. Dennoch gibt im Durchschnitt jeder Zehnte zu, selbst manchmal ohne Grund zu fehlen.

Der Anteil ist in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Beschäftigten höher – dort liegt er bei 13 Prozent. In größeren Organisationen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind es 8 Prozent.

Auch zwischen den Branchen gibt es Unterschiede: In der Industrie- und Baubranche ist der Anteil mit 20 Prozent doppelt so hoch. In Bereichen wie Bildung, professionelle, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie im Gesundheitswesen liegt er hingegen nur bei 6 bis 7 Prozent.

Bald nur noch 2 statt 3 Fehltage pro Jahr ohne Attest?

In KMU mit mehr als 50 Mitarbeitenden dürfen diese derzeit bis zu dreimal im Jahr einen Tag ohne ärztliches Attest fehlen. Die belgische Regierung arbeitet an einem Gesetzesentwurf, der diese Regelung ab dem 1. Januar 2026 auf zwei Tage pro Jahr beschränken soll.

Drei Viertel der KMU begrüßen diese Einschränkung. „Unvorhergesehene krankheitsbedingte Abwesenheiten machen sich schnell am Arbeitsplatz bemerkbar“, sagt Anneleen Verstraeten von SD Worx: „Fast jede fünfte KMU in Flandern empfindet den Auffang eintägiger Abwesenheiten als besonders problematisch. Ein Viertel nennt den Montag als schwierigsten Tag, gefolgt vom Freitag – die Mehrheit sieht jedoch alle Wochentage als gleich schwer planbar an.“

KMU mit weniger als 50 Mitarbeitenden dürfen weiterhin für jeden Fehltag ein ärztliches Attest verlangen. 56 Prozent der flämischen KMU machen davon Gebrauch – am häufigsten in der Industrie- und Baubranche (72 Prozent), im Vergleich zu 51 Prozent in der Dienstleistungsbranche.

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