Der Belgier Valère Burnon hat beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb für Klavier mit dem 3. Platz ein herausragendes Ergebnis erzielt. Für den 26-jährigen Pianisten aus Marche-en-Famenne ist damit ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen: „Als ich acht Jahre alt war, sagte ich meinem Lehrer, dass ich unbedingt am Königin-Elisabeth-Wettbewerb teilnehmen möchte – in der Hoffnung, ihn zu gewinnen.“
Belgier Valère Burnon wird Dritter beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb: „So viele Momente des Glücks ...“
Neben dem dritten Platz erhielt Burnon auch den Publikumspreis – sowohl von den Zuschauer*innen von VRT Canvas und Klara als auch von Musiq3, dem Klassiksender der RTBF. Für ihn ist es die Krönung einer intensiven, aber wunderschönen Zeit.
„Ich bin sehr glücklich“, sagte Burnon direkt nach der Preisverleihung: „Ein Rekord ist es leider nicht geworden, aber ich bin sehr zufrieden. Es ist das beste belgische Ergebnis seit Jean-Claude Vanden Eynde, der 1964 ebenfalls Dritter wurde.“ Vanden Eynde war dieses Jahr übrigens selbst Teil der Jury.
Ein Monat voller Emotionen
Burnon war der erste Belgier seit 2007, der es ins Finale des Wettbewerbs geschafft hat. Er studiert derzeit an der Muziekkapel Koningin Elisabeth in Waterloo und hat bereits mehrere internationale Preise gewonnen.
In einem Rückblick auf die Wettbewerbswochen sagte er:
„Es war nicht immer einfach, aber es gab viele großartige Momente – und genau diese bleiben in Erinnerung. Es war harte Arbeit, manchmal zermürbend, aber auch voller Glücksmomente – auf der Bühne und daneben.“
Herzlicher Empfang durch das Publikum
Burnon konnte die Unterstützung des belgischen Publikums deutlich spüren: „Das Publikum war sehr herzlich und sehr positiv.“ Wie er seinen Erfolg feiern wird, weiß er noch nicht genau:
„Eigentlich habe ich diese Woche schon gefeiert – man sagte mir, es sei besser zu feiern, solange dafür noch Zeit bleibt. Es stehen noch Finalkonzerte an, und die Müdigkeit macht sich bemerkbar. Es wird vielleicht nicht das größte Fest meines Lebens, aber gefeiert wird auf jeden Fall.“
Nach der Preisverleihung traf Burnon auch Königin Mathilde und Prinzessin Eléonore. Seit 2013 steht der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft der Königin.


