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Inland
Justiz

55 Opfer identifiziert: Zahnarzt mit Rachen-Fetisch soll Patientinnen sexuell missbraucht haben

Die belgische Justiz hat 55 Patientinnen eines 71-jährigen Zahnarztes aus dem Antwerpener Stadtteil Wilrijk identifiziert, die der Mann über Jahre sexuell belästigt und missbraucht haben soll. Besonders verstörend: Der Zahnarzt soll einen Rachen-Fetisch haben und Frauen bei sogenannten „Rachen-Desinfektionen“ missbraucht haben.

Martina Luxen Belga
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Die Ermittlungen begannen Ende 2024, als eine Patientin Anzeige erstattete, weil sie sich nach der Konsultation „merkwürdig“ gefühlt habe. Sie war kein Einzelfall: Die angeblich medizinisch begründeten „Desinfektionen“ dienten offenbar der sexuellen Befriedigung.

Übrigens existieren Rachendesinfektionen nicht im medizinischen Sinne.

Bei einer Hausdurchsuchung Anfang April fanden Ermittler belastendes Videomaterial auf dem Computer des Zahnarztes. Die Aufnahmen zeigen, wie er bei Patientinnen tief in den Hals greift – während er sich gleichzeitig selbst befriedigt.

Er soll nicht nur in seiner Praxis in Wilrijk tätig gewesen sein, sondern auch in Krankenhäusern in Leuven (Flämisch-Brabant) und Antwerpen gearbeitet haben.

Am kommenden Dienstag entscheidet ein Untersuchungsgericht über eine mögliche Verlängerung seiner U-Haft.

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