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Himmelfahrtstag: Die Heilig Blut-Prozession zieht durch Brügge

Die Heilig Blut-Prozession in Brügge, die jedes Jahr am Himmelfahrtstag stattfindet, zog auch dieses Jahr wieder mehrere Tausend Zuschauer an. Diese Prozession, die zeigt, wie das Heilige Blut Christi nach den Kreuzzügen nach Brügge gebracht wurde, gehört inzwischen zum Weltkulturerbe. 

Andreas Kockartz
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Die Heilig-Blut-Prozession, die wie immer von der „Edele Confrèrie van het Heilig Bloed“, der „Edelen Bruderschaft des Heiligen Blutes“ organisiert wurde, verlief ohne Probleme. Dazu trug auch das Wetter bei, denn bei Regen kann die Prozession mit ihren vielen historischen Kostümen und Wagen nicht stattfinden. Bei dieser Prozession stellen rund 1.700 Teilnehmer und Statisten 53 biblische und historische heilige Szenen nach. Die Prozession bewegt sich entlang der Dijver über ’t Sand in Richtung Markt und Burg.

Die UNESCO setzte die Prozession 2009 auf die so genannte „Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“. Die Anerkennung als Weltkulturerbe kam 700 Jahre nachdem der Papst die Verehrung der Reliquie in Brügge durch eine päpstliche Bulle anerkennen ließ.

Einer Überlieferung zufolge soll Dietrich von Elsass, Graf von Flandern, im Jahre 1150 einige Tropfen des Blutes Christi von einem Kreuzzug aus Jerusalem mitgebracht haben. Die Reliquie wird seither in der Heilig-Blut-Kapelle in Brügge aufbewahrt. Historiker haben inzwischen jedoch vor einigen Jahren bewiesen, dass von der Reliquie erst seit dem 13. Jahrhundert die Rede ist. Die erste Prozession, in der die Heilig-Blut-Reliquie durch Brügge getragen wurde, soll aber erst im 14. Jahrhundert stattgefunden haben.

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