Zum Hauptinhalt springen

Das hochmoderne Forschungsschiff „Belgica“ liegt seit fast einem Jahr am Kai und läuft nicht aus

Das Millionen Euro teure Forschungsschiff „Belgica“ liegt seit mehreren Monaten festgemacht an einem Kai im Hafen von Zeebrügge und läuft nicht aus. Normalerweise müsste es rund 300 Tage auf hoher See zu wissenschaftlichen Zwecken unterwegs sein. Grund für diesen Zustand ist ein Rechtsstreit mit dem Hersteller des Schiffs, denn dieses leidet unter technischen Problemen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Dies geht aus einer Antwort von Belgiens Wissenschaftsministerin Vanessa Matz (Les Engagés) auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Der belgische Staat und das französische Unternehmen Genavir, dass das Schiff betreibt und dass die Besatzung stellt, sind in einen Rechtsstreit verwickelt und es kann sein, dass die „Belgica“ auch 2026 nicht ausläuft, so Matz. Das Verfahren am erstinstanzlichen Gericht in Brüssel hat wohl durch Personalmangel „Verspätung“ bei zahlreichen Fällen. 

Die im Jahr 2022 getaufte „Belgica“ hatte den Staat 54 Mio. € gekostet. Sie sollte ursprünglich 250 bis 300 Tage im Jahr im Rahmen von wissenschaftlicher Forschung unterwegs sein, damit sich diese Investition auch lohnt. Das Forschungsschiff steht unter dem Kommando von 3 belgischen Marinesoldaten. Seit Juni 2024 liegt das Forschungsschiff aber auf Marinestützpunkt in Zeebrügge vor Anker. 2023 war die „Belgica“ 248 Tage auf hoher See. Im vergangenen Jahr lief sie für eine wissenschaftliche Reise 29 Tage lang aus.  

Seit dem liegt sie vor Anker und seit dem führt die französische Reederei Genavir nur minimale Unterhaltsarbeiten durch, so David Cox von Belspo, dem staatlichen Wissenschaftsamt, das für die Belgica verantwortlich ist, „damit das teure Forschungsschiff nicht sinkt.“ 

ANSEHEN

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5