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Inland
Justiz

Brüssel: Haftstrafen von 15 und 6 Jahren im Prozess gegen homophobe Angreifer gefordert

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen zwei junge Männer, denen homophober Gewalttaten vorgeworfen werden, hohe Haftstrafen gefordert. Für Rayan R. wurde eine 15-jährige Haftstrafe gefordert. Er gilt als Haupttäter. Für Anas T., der als „Mitläufer“ gilt, wurden 6 Jahre Gefängnis gefordert.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die beiden jungen Männer im Alter von 20 und 19 Jahren stehen vor Gericht, weil sie Männer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung angegriffen haben. Die Opfer wurden in der Zeit vom 7. April bis zum 23. Juni 2024 in Brüssel über die Dating-App Grindr angesprochen und zu treffen eingeladen. Dort wurden sie dann schwerstens verprügelt und misshandelt. Die Staatsanwaltschaft beantragte, die beiden wegen schwerer Körperverletzung aus diskriminierenden Motiven sowie wegen Bedrohung, Freiheitsberaubung, Waffenbesitz, Erpressung und Computerbetrug schuldig zu sprechen.

Rayan R. (20) soll an allen Angriffen - insgesamt acht - beteiligt gewesen sein und diese organisiert haben. Anas T. (19) soll an drei Angriffen beteiligt gewesen sein. Auch ein Minderjähriger wird verdächtigt, an bestimmten Taten beteiligt gewesen zu sein. Dieser wird sich vor dem Jugendgericht verantworten müssen.

„Ich habe von den Angeklagten nichts als Verharmlosungen gehört. Ja, sie haben homophobe Angriffe begangen, sie haben Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung angegriffen. Solche Taten werden, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, sehr hart bestraft. Das ist genauso schlimm wie Mord“, sagte der zuständige Staatsanwalt. Die beiden Angeklagten betonten vor Gericht, dass sie es nicht auf Schwule abgesehen hatten, sondern nur „Pädophile“ angreifen wollten.

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