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Flanderns Klimaministerin will das Tempolimit auf Autobahnen auf 100 km/h senken

Die flämische Klimaministerin Melissa Depraetere (Vooruit, Foto) fordert eine Senkung des Tempolimits auf Autobahnen von 120 auf 100 km/h, schreibt die Tageszeitung Het Laatste Nieuws. In den Niederlanden gilt bereits seit Jahren tagsüber ein Tempolimit von 100 km/h. Bei den Koalitionspartnern in der flämischen Landesregierung kam dieser Vorstoß nicht gut ab. MP Matthias Diependaele (N-VA) beendete die Diskussion via X kurz und knapp. 

Andreas Kockartz
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Landesklimaministerin Depraetere will damit dem niederländischen Beispiel folgen: Dort gilt auf Autobahnen in der Regel zwischen 6 und 19 Uhr ein Tempolimit von 100 km/h. Davor und danach darf man dann dort mit einer Geschwindigkeit von 120 oder 130 km/h fahren, wenn dies gefahrlos möglich ist. 

Die Maßnahme wurde 2019 eingeführt, um den Stickstoffausstoß in den Niederlanden zu begrenzen. Vor der flämischen Sozialistin Depraetere haben sich auch das belgische Verkehrsinstitut Vias und die Grünen (Groen und Ecolo) für eine solche Anpassung eingesetzt. 

Wer 100 statt 120 km/h fahre, verbrauche auch 20 bis 30 % weniger Kraftstoff und eine geringere Geschwindigkeit komme auch der Verkehrssicherheit zugute, so Depraetere. Als Minister ist sie jedoch nicht für das Thema Mobilität zuständig. Diese Zuständigkeit liegt bei Annick De Ridder (N-VA).

Bis zum Sommer wird die flämische Regierung eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen auspacken, um die CO₂-Emissionen in Flandern stärker zu reduzieren, denn Flandern ist noch nicht mal konkret auf dem Weg, die eigenen Klimaziele zu erreichen.

"Tempolimit auf Autobahnen bleibt bei 120 km/h. Punkt"

Die flämischen Koalitionspartner von Vooruit lehnen den Vorschlag von Klimaministerin Melissa Depraetere (Vooruit) ab. Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) sagte, die Maßnahme werde „absolut“ nicht kommen. Der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA) beendete die Diskussion via X kurz, aber bestmmt: „Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen bleibt bei 120 km/h. Punkt“

Die CD&V sprach von einer „schikanösen Maßnahme“. Viele Flamen haben keine andere Wahl, als morgens das Auto zu nehmen und auf die Autobahn zu fahren. „Es ist notwendig, um zur Arbeit zu fahren oder um die Kinder zur Schule zu bringen. Es ist nicht die richtige Entscheidung einer Regierung, diese Menschen zu schickanieren“, sagte der CD&V-Abgeordnete Kris Poelaert.

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