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5 Jahre Tempo 30 in Brüssel: Weniger schwere Unfälle und sinkende Geschwindigkeiten

5 Jahre nach Einführung von Tempo 30 in weiten Teilen des Brüsseler Innenstadtgebiets scheint dieser Eingriff in den Verkehr erfolgreich zu sein. Aus Zahlen des regionalen Brüsseler Mobilitätsamts (Brussel Mobiliteit) ist ersichtlich, dass sich die Autofahrer immer häufiger an das Tempolimit halten, wie die Nachrichtenplattform BRUZZ meldet. Positive Folge? Weniger schwere Unfälle!

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Seit der Einführung von Tempo 30 in Brüssel misst die Mobilitätsbehörde jährlich die durchschnittliche Geschwindigkeit an 80 Punkten in der Stadt. Diese Messungen werden mit kaum sichtbaren Kameras an Stellen durchgeführt, an denen normalerweise nicht geblitzt wird. 

Daraus ist ersichtlich, dass die Geschwindigkeiten auf allen möglichen Straßen in der Hauptstadt sinken und dies zu jeder Tageszeit (Stoßzeiten, in der Nacht, mitten am Tag). 

Interessanter Nebeneffekt dabei ist, dass das Tempolimit von 30 km/h kaum negative Effekte auf die Reise- bzw. Fahrzeiten hat. Zudem sinken sogar die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Straßen, auf denen das Tempolimit nicht gilt bzw. wo Tempo 50 gilt. 

Weniger tödliche Unfälle

Die Brüsseler Mobilitätsbehörde stellt zudem fest, dass die Zahl der schweren Unfälle mit Toten und Verletzten merklich zurückgegangen ist. 2023 kamen 6 Menschen bei Unfällen in der Hauptstadt ums Leben, 2024 wurden 10 tödliche Unfälle gemeldet. Zum Vergleich: 2019 wurden 23 Unfälle mit tödlichen Folgen in der Brüsseler Region registriert. Und nach Analyse der Unfälle spielte überhöhte Geschwindigkeit letztes Jahr bei dabei keine Rolle.   

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