In den letzten drei Wochen wurden in der Provinz Limburg 24 Maserninfektionen diagnostiziert und bestätigt. Angesteckt haben sich vor allem Kinder unter 10 Jahren. Das Gesundheitsamt und die verschiedenen psycho-sozialen Dienste appellieren an die Eltern, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen. In den Schulen sollen zusätzliche Möglichkeiten für Masernimpfungen angeboten werden.
„Die meisten Infektionen betreffen Kinder unter 10 Jahren”, so Joris Moonens vom Landessozialministerium: “Die meisten Infizierten haben sich bei anderen Familienmitgliedern angesteckt. „Derzeit können wir nicht wirklich von einer regionalen Verbreitung sprechen, sondern eher von Infektionen innerhalb einiger Familien.“
Niedrige Impfquote in Limburg
Nach Angaben des flämischen Ministeriums für Soziales sind Familien betroffen, in denen niemand gegen Masern geimpft ist. Diese Familien werden angesprochen, um sie zu einer Masernimpfung zu bewegen. Darüber hinaus hat das Gesundheitsamt die Schülerberatungsstellen gebeten, in bestimmten Schulen mit derzeit niedriger Impfquote zusätzliche Impftermine zu organisieren.
Dass die Impfquote unter Kindern in Limburg zu wünschen übrig lässt, ist seit langem bekannt. Nach Angaben der psycho-sozialen Dienste ist die Impfquote seit 2019 rückläufig. „In 64 Schulen in Limburg liegt die Impfquote bei nur 70 Prozent oder weniger“, sagte Bea Meertens von der Dienststelle: "Wir wollen das Virus vollständig aus unserer Gesellschaft verbannen, und dafür brauchen wir eine Impfquote von 95 Prozent? Wenn eine Person erkrankt und mit zehn nicht geschützten Personen in Kontakt kommt, werden neun dieser zehn Personen erkranken und das Virus weitergeben. Es handelt sich um ein sehr ansteckendes Virus, weshalb die Impfquote so hoch sein muss", erklärte Frau Meertens.
