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ESC-Nachwehen: In Belgien wurde über 200.000 Mal gestimmt, obwohl “nur” 698.000 Leute die Show sahen

Während des Finales des Eurovision Song Contest (ESC) wurden in Belgien genau 200.554 Stimmen abgegeben und das, obwohl „nur“ 698.000 Leute dem Songfestival zuschauten: „Vermutlich aufgrund der Teilnahme Israels", sagt Jonathan Hendrickx, Professor für Mediastudien an der Universität Kopenhagen und Eurovision-Experte.

Belga Martina Luxen
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„Ich vermute, dass Israel – das Land mit den meisten Publikumsstimmen – etwas damit zu tun hat, aber das können wir noch nicht mit Sicherheit sagen“, kommentiert Professor Jonathan Hendrickx die Zahlen.  

Nach dem Ausscheiden von Red Sebastian im Halbfinale des Songfestivals in Basel verstummte das Interesse bei einem Großteil des belgischen Publikums. Während 910.000 Leute in Belgien noch dem Halbfinale folgten, waren es im Finale nur noch 698.000 Leute. Das sind deutlich weniger als die 865.000 Zugeschalteten im Jahr 2024 oder sogar 1.334.000 im Jahr 2023.  

Dennoch wurden am Samstagabend etwa zehnmal so viele Stimmen gezählt wie im Halbfinale. Haben die vielen Publikumsstimmen für Israel etwas damit zu tun? „Das können wir noch nicht mit Sicherheit sagen, da wir vorläufig nur über sehr begrenzte Zahlen verfügen“, antwortet Jonathan Hendrickx, Professor für Mediastudien an der Universität Kopenhagen und Chefredakteur der Website songfestival.be.

Belgien hat Informationen über die Verteilung der Stimmen pro Land angefordert

Bislang wurde nur bekannt gegeben, wie viele belgische Stimmen beim Televoting registriert wurden, nämlich 200.554 im Finale. Die Verteilung pro Land – und damit, wie viele davon an Israel gingen – ist noch nicht bekannt. Die VRT teilt mit, dass sie diese Zahlen beim Songcontest-Veranstalter EBU angefordert hat.

Der israelische Beitrag Yuval Raphael erhielt in Belgien die Höchstpunktzahl von 12 Punkten durch Televoting. Ein großer Kontrast zur Bewertung der Fachjury, von der die Sängerin null Punkte erhielt. Das war nicht nur in Belgien der Fall.

Trotz der umstrittenen Teilnahme erhielt Israel von 13 Ländern die Höchstpunktzahl im Televoting und landete damit schließlich auf dem zweiten Platz. Experten führen die koordinierte Kampagne der israelischen Regierung als Erklärung für die hohe Publikumsbewertung an.

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