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Die Stadt Brüssel versiegelt 7 illegale Touristenunterkünfte

Die Stadt Brüssel hat 7 Touristenunterkünfte in der Nähe der Sint Goriks-Hallen versiegelt in der Altstadt. Diese wurden auf Plattformen wie Airbnb zu Preisen von bis zu 3.000 € pro Woche und Einheit vermietet. "Es herrscht eine Wohnungskrise. Deshalb können wir das nicht akzeptieren", sagte die zuständige Stadträtin Anaïs Maes (Vooruit.brussels) gegenüber der regionalen Nachrichtenplattform BRUZZ: „Die Brüsseler sollten weiterhin in Brüssel leben können.“

Andreas Kockartz
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Die 7 Mieteinheiten befinden sich in einem Gebäude in der Nähe der Sint Goricks-Hallen. Inspektoren des Amts für Stadtplanungskontrolle sind vor etwa einem Jahr auf diese Airbnb‘s gestoßen. "Hier haben wir zum Beispiel gesehen, dass Müllsäcke am falschen Tag rausgestellt wurden. Touristen stellen sie auf den Bürgersteig, wenn ihr Aufenthalt zu Ende ist, und schauen dabei nicht auf den Abfuhrkalender. Das ist manchmal wirklich Detektivarbeit", erklärt Stadtbaurätin Maes.

Ihre Verwaltung hat sich im vergangenen Jahr mehrmals mit dem Eigentümer der Immobilie in Verbindung gesetzt, um ihn über das Problem zu informieren. Zuvor befanden sich hier 6 Wohnungen und ein Büro. Für die Änderung des Nutzung von Wohnraum ist ein offizieller Genehmigungsantrag erforderlich. Auch der regionale Flächennutzungsplan lässt die Streichung von Wohnungen nicht zu. „Ein Jahr lang standen wir mit dem Eigentümer in Kontakt, aber er verweigerte immer wieder jede Zusammenarbeit“, so die Stadträtin weiter.

"Ultimatives Mittel"

"Ein Versiegelung ist ein ultimatives Mittel. Dies ist erst das zweite Mal, dass wir dies getan haben, seit ich im Stadtrat bin", sagte Maes. Die Versiegelung der 7 Einheiten beendet die Aktivitäten in dieser Immobilie und ein Gerichtsverfahren wird eingeleitet. Der Eigentümer muss mit saftigen Geldstrafen von bis zu 25.000 € pro Einheit rechnen. Im Vergleich dazu liegen die Mieten für versiegelte Objekte auf Plattformen wie Airbnb nach Angaben des Stadtratsbüros bei bis zu 3.000 € pro Wohnung.

"Wir haben in Brüssel eine Wohnungskrise. Deshalb können wir das nicht akzeptieren", so Maes weiter: „Die Brüsselerinnen und Brüsseler sollten weiterhin in ihrer Stadt leben können.“ Untersuchungen zeigen, dass etwa 2 % des Wohnungsangebots in der Region Brüssel durch Airbnb-Ferienwohnungen abgedeckt werden, aber es gibt große Unterschiede auf der Ebene der Stadtteile.

Maes: "2 %, dann könnte man sagen, dass es kein so großes Problem ist. Aber wenn wir uns das Pentagon (das Brüsseler Stadtgebiet innerhalb des kleinen Rings, Red.) genauer ansehen, stellen wir fest, dass der Prozentsatz in einigen Straßen auf 33 % ansteigt. Und das, obwohl der Mietmarkt angespannt ist. Aufgrund dieser Touristenaufenthalte werden Immobilien aus dem regulären Mietmarkt herausgehalten, die Mieten steigen und die sozialen Bindungen in bestimmten Vierteln werden durch Belästigungen gestört."

Das betroffene Gebäude befindet sich in der Umgebung der städtischen Sint Goriks-Hallen mitten in einem Ausgehviertel in der Altstadt

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