Die Europäische Kommission hat eine positive Stellungnahme zur Nord-Süd-Autobahnverbindung in der Provinz Limburg abgegeben, ein Projekt, das seit Jahrzehnten besprochen wird und aus das Tunneln, Ökodukten und Fahrradbrücken in der Umgebung von Houthalen-Helchteren bestehen wird. Diese Verbindung soll den Straßenverkehr insbesondere zwischen Eindhoven (in den Niederlanden) und Hasselt in Limburg beschleunigen. Laut der EU-Kommission sind "negative Auswirkungen auf die Natur dem öffentlichen Interesse untergeordnet".
Die EU-Kommission gibt grünes Licht für eine wichtige Nord-Süd-Autobahnverbindung in Limburg
Eine der Herausforderungen in diesem komplizierten Dossier, das sich seit Jahrzehnten hinzieht, war die Erhaltung der Natur und der Ausgleich der unumgänglichen Auswirkungen. "Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass unsere Lösung die mit den derzeit geringsten Auswirkungen auf die Natur ist. Das ist wichtig für die Rechtssicherheit des Projekts", freuen sich die flämischen Minister für Mobilität, Annick De Ridder (N-VA) und für Raumordnung und Umwelt, Jo Brouns (CD&V).
Das Dossier befand sich fast ein Jahr lang in den Händen der Europäischen Kommission. Dadurch können die Bauarbeiten nicht wie ursprünglich geplant 2026, sondern voraussichtlich erst 2027 beginnen. Brouns und De Ridder werden das Dossier so schnell wie möglich wieder auf den Tisch der flämischen Regierung bringen, um das Projekt in Phasen vorbereiten zu können.
Für dieses Mobilitätsprojekt wurden zwischen 1,2 und 1,4 Mia. € bereitgestellt. Das Projekt soll unter anderem für einen reibungsloseren Verkehr zwischen Eindhoven in den Niederlanden und der Hauptstadt der Provinz Limburg, Hasselt, sorgen. Außerdem soll die neue Straßenverbindung den öffentlichen Nahverkehr und den Fahrradverkehr zwischen den beiden Städten fördern.
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Stellungnahme des Staatsrats noch erforderlich
Die Europäische Kommission betont auch, dass die Einwohner von Houthalen-Helchteren dadurch weniger der durch den Straßenverkehr verursachten Luftverschmutzung ausgesetzt sein werden. Die Kommission stellt jedoch Bedingungen. So muss Flandern die 5.500 m² Natur kompensieren, die an der Europalaan in Houthalen-Helcheteren beim Ausbau der Verbindung verloren gehen werden.
Die flämische Regierung muss jetzt noch die Stellungnahme des Staatsrats zu dem Projekt einholen. Nur wenn diese Stellungnahme positiv ausfällt, werden die Pläne endgültig. Auch die Verhandlungen über Enteignungen sind noch nicht abgeschlossen, obwohl viele Eigentümer keine Einwände erhoben haben. Die Regionalregierung sucht auch noch nach Bauunternehmern, die das Mobilitätsprojekt umsetzen sollen. Bisher gibt es nur einen Bewerber.
