Bei einer Militärübung in Schottland sind drei belgische Soldaten verletzt worden, zwei davon schwer. Bundesverteidigungsminister Theo Francken (N-VA) bestätigte eine entsprechende Meldung der flämischen Tageszeitung De Morgen. Der Zwischenfall habe sich bei einer Schießübung mit einer Panzerabwehrwaffe ereignet (Archivfoto - Verteidigungsministerium).
Zwischenfall bei Manöver in Schottland: Drei belgische Soldaten zum Teil schwer verletzt
Bei den verletzten Soldaten handelt es sich laut Verteidigungsministerium um Angehörige des 3. Fallschirmjägerbataillons, das der Kaserne von Kasterlee in Tielen in der Provinz Antwerpen stationiert ist. Die Soldaten haben in Schottland am Militärmanöver "Red Condor" teilgenommen.
Bei dem Manöver ist es zu einem Zwischenfall mit einer Panzerabwehrwaffe gekommen, so Verteidigungsminister Francken gegenüber VRT NWS. Zwei Soldaten seien dabei schwer verletzt worden, ihr Zustand sei aber stabil. Ein weiterer habe leichtere Verwundungen erlitten. Mehrere andere Soldaten sollen außerdem wegen möglicher Hörschäden behandelt werden.
Die beiden schwerverletzten Soldaten sollen bereits Kontakt mit ihren Familien gehabt haben, heißt es in einer Pressemitteilung des belgischen Verteidigungsministeriums. Einer dieser Soldaten wird zunächst in Schottland operiert und dann in die Heimat repatriiert.
"Wir tun alles dafür, unsere Soldaten gut auszubilden, gut zu trainieren und maximal zu schützen, doch in seltenen Fällen geht es schief", so der Verteidigungsminister, der den Betroffenen gute Besserung und ihren Familien viel Kraft wünschte. Eine Untersuchung des Vorfalls ist bereits eingeleitet worden.
Die Ursache ist inzwischen bekannt
Patrick Winnepenninckx, Oberstleutnant des 3. Bataillons der Fallschirmjäger von Tielen, sagte zum Unfallhergang gegenüber VRT NWS: "Es ging genauer gesagt während des Ladens und der Vorbereitung der Munition eine Übungsgranate - d.h. keine echte, scharfe Kriegsmunition, sondern ein Übungsgranate aus einer Panzerabwehrwaffe - los. Und dabei wurden leider zwei unserer Leute getroffen.“
Die belgische Justiz- und Militärpolizei untersucht zusammen mit der schottischen Polizei, was genau passiert ist: „Es versteht sich von selbst, dass nach Abschluss der Ermittlungen die richtigen und notwendigen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden, um ähnliche, gleichartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.“
