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Westflandern kämpft gegen Dürre und gegen die Versalzung von Wasserläufen

In der Provinz Westflandern ist es nicht nur extrem trocken, sondern es droht auch die Versalzung: Süßwasser in einigen Wasserläufen mit Zufluss zur Nordsee wird salzig. Und dieses salzige Wasser kann nicht für die Landwirtschaft verwendet werden. Jetzt, wo es so trocken ist, wird Wasser von der Lys in die IJzer gepumpt, um die Versalzung der Polder entlang dieses Flusses zu bekämpfen.

Andreas Kockartz
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Carl Decaluwé, der Gouverneur von Westflandern, hat nach Rücksprache mit allen Wassermanagern der Provinz beschlossen, den Landwirten zu verbieten, Wasser aus vier Flüssen in Westflandern zu pumpen. Für das größte Einzugsgebiet Westflanderns, das Einzugsgebiet der IJzer, hat er noch keine Maßnahmen ergriffen, "weil die IJzer am Tropf hängt". Diese Infusion ist Wasser aus der Lys, das über den Ringkanal von Gent, Brügge, Passendale und Nieuwpoort in die IJzer gepumpt wird. 

Ohne dieses zusätzliche Süßwasser droht der IJzer, vor allem aber den Kanälen und Bächen in den Poldern, die Versalzung. 

"Die Polder wurden dem Meer abgerungen, was bedeutet, dass das Grundwasser dort salzig ist", erklärt Wim Van Isacker von der Flämischen Landgesellschaft (VLM): "Darüber schwimmt Süßwasser. Wenn diese Süßwasserschicht kleiner wird oder sogar verschwindet, kommt das Salzwasser an die Oberfläche, und dann befindet sich das Salzwasser in den Wasserläufen und im Boden. Das ist eine starke Versalzung. Im schlimmsten Fall ist das Wasser für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar. Gemüse wächst nur schwer auf salzhaltigen Böden, Nutzpflanzen sollten nicht mit Salzwasser besprüht werden und Tiere sollten überhaupt keinen Zugang zu Salzwasser haben.“

Messstellen mit zu viel Salz

Die VLM überwacht die Versalzung genau. Wim Van Isacker: "An mehreren Messstellen stellen wir bereits eine massive Zunahme des Salzgehalts fest. Es gibt Messstellen, die kurz davor stehen, für die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung nicht mehr nutzbar zu sein. Das Wasser in den Poldern ist ohnehin Fremdwasser, es kommt von woanders her, denn es gibt keine Quellen im Polder. Nur der Regen, der auf den Boden fällt, und das Wasser, das von außerhalb des Polders eingebracht wird, gelangen in den Polder.“

"Wenn es also fast keinen Regen gibt und auch weniger Wasser aus dem Hinterland kommt, dann hat man zu wenig Süßwasser im Polder. Das ist die Situation, in der wir uns jetzt befinden. Wir brauchen also wirklich das Wasser aus der Lys, um zu verhindern, dass das Salzwasser im Polder aufsteigt," so Van Isacker. 

Gouverneur Decaluwé sagte, dass noch genügend Wasser in der Lys vorhanden ist, das bis Ende dieser Woche entnommen werden kann, um das IJzer-Becken wieder aufzufüllen. Es ist also dringend notwendig, dass Regen fällt.

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